Eine Spaziergängerin hat am Mittwochvormittag einen riesigen Müllberg im Wald bei Geislingen an der Steige entdeckt. Unbekannte entsorgten dort rund 15 Kubikmeter Unrat, Holz und Abfälle aus Gebäuderenovierungen illegal. Die Polizei ermittelt wegen einer Umweltstraftat und sucht Zeugen.
Der Ablagerungsort befindet sich östlich von Bad Überkingen, links neben der Landstraße 1230, nur wenige Meter von einem geschotterten Platz entfernt. Mehrere Kubikmeter des Mülls und Erdmischungen kippten die Täter zwischen Donnerstag, dem 18. April, 9 Uhr, und Mittwoch, 8 Uhr, auf dem Wanderweg Kahlenstein mitten im Wald ab.
In dem Müllberg befanden sich neben einem Ölkanister mit etwa 15 bis 20 Liter Altöl auch ein Kühlschrank, rund 10 Kubikmeter verarbeitetes Holz sowie Dachziegel, Gartenspielgeräte, Erdmischungen, Glas, Haushaltsdekoration und weitere Stoffe. Auch ein graues Mercedes Kinderauto lag zwischen den Abfällen. Der Ölkanister stellt dabei eine besondere Gefahr für die Umwelt dar.
Offenbar entsorgte jemand aus dem privaten Bereich und womöglich auch aus einem Gewerbebetrieb die umweltgefährdenden Überbleibsel illegal im Wald. Die Polizei Geislingen sowie die Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ulm ermitteln nach der Anzeige wegen einer Umweltstraftat.
Die Ermittler fragen: Wer weiß, wer den gefährlichen Müll dort entsorgt hat? Wer hat jemanden beobachtet, der solchen Müll mit einem Transporter beförderte oder auf einem Anhänger geladen hatte? Wer kann sonst Hinweise geben? Hinweise nimmt die Polizei Gewerbe/Umwelt unter der Telefonnummer 07331/9327-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Wie die Polizei mitteilt, orientiert sich die Höhe der Strafe bei aufgeklärten Fällen illegaler Müllentsorgung in erster Linie an der Menge des entsorgten Abfalls – häufig werden hohe Bußgelder fällig.