Kopfhörer fast tödlich: Zug streift 16-Jährigen am Bahnhof Emskirchen

(Symbolbild)

Am frühen Sonntagmorgen, dem 26. April, hat ein ÖBB-Nightjet am Bahnhof Emskirchen einen 16-jährigen Deutschen gestreift. Der Jugendliche hatte mit Kopfhörern auf den Ohren verbotenerweise die Gleise überquert und den herannahenden Zug nicht gehört. Er kam mit Prellungen und Schürfwunden ins Krankenhaus.

Gegen 3:00 Uhr war der 16-Jährige mit der S-Bahn aus Nürnberg in Emskirchen angekommen. Um zum gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen, lief er hinter der S-Bahn über die Gleise – ein Weg, der ausdrücklich verboten ist. Da er Kopfhörer trug, bemerkte er den Nightjet auf der Strecke Hamburg–Wien nicht, der sich in diesem Moment näherte.

Der 58-jährige Lokführer entdeckte den Jugendlichen erst im allerletzten Moment und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Doch es war zu spät: Die Lok streifte den 16-Jährigen am Oberkörper – genau in dem Moment, als er den Bahnsteig gerade erreicht hatte. Mit Prellungen, Schürfwunden und einem Schock wurde er ins Klinikum Fürth gebracht.

Der Nightjet setzte seine Fahrt mit rund 260 Fahrgästen an Bord fort. Alle Reisenden blieben bei der Schnellbremsung unverletzt.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den bisher polizeilich nicht in Erscheinung getretenen Jugendlichen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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