Mit gestohlenen Getränken im Wert von 2,40 Euro und drei Messern am Körper ist ein 29-jähriger Belarusse am Sonntagmittag, 26. April, im Nürnberger Hauptbahnhof aufgeflogen. Der Mann, der eigentlich gar nicht mehr in Deutschland sein darf, sitzt jetzt in der JVA Nürnberg-Fürth.
Gegen 12:00 Uhr hatte der 29-Jährige im Lidl-Supermarkt im Nürnberger Hauptbahnhof zwei Getränke gestohlen und war damit aus dem Geschäft geflüchtet. Die bayerische Polizei griff ihn kurz darauf in der Nähe des Bahnhofs auf und übergab ihn an die Bundespolizei.
Bei der anschließenden Durchsuchung machten die Beamten einen beunruhigenden Fund: In seiner Umhängetasche steckten zwei Messer mit jeweils zehn Zentimeter langer, feststehender Klinge – griffbereit zugänglich. In der Hosentasche trug er zusätzlich ein Einhandmesser mit acht Zentimeter langer Klinge. Einen plausiblen Grund, warum er die drei Messer bei sich führte, konnte der Mann nicht nennen. Darüber hinaus fanden die Beamten bei ihm verbotene Dopingmittel.
Im Zuge der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den 29-Jährigen im April 2025 eine dreijährige Wiedereinreisesperre verhängt worden war – er hielt sich also illegal in Deutschland auf. Auch mit dem Gesetz in Konflikt geraten war er bereits zuvor schon mehrfach.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Diebstahls mit Waffen sowie unerlaubten Aufenthalts. Die Ermittlungen zum möglichen Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz hat eine Spezialabteilung der bayerischen Polizei übernommen.