Ein 86-jähriger Mann aus Bockum-Hövel hat am Nachmittag des 24. April einen Betrugsversuch vereitelt. Anruferinnen, die sich als Polizistinnen ausgaben, versuchten ihn am Telefon um persönliche Daten und Informationen zu seinem Vermögen zu bringen – der Senior ließ sich nicht täuschen und legte einfach auf.
Die Anruferinnen nutzten eine unterdrückte Rufnummer und präsentierten dem Senior eine Geschichte: Es seien Täter nach einem Einbruch festgenommen worden, die möglicherweise in Verbindung zu einem Sachverhalt stünden, der ihn selbst betreffe. In diesem Zusammenhang stellten sie ihm Fragen zu persönlichen Daten, seinem Kontostand sowie zu Wertgegenständen in seinem Haus. Der 86-Jährige misstraute dem Anruf jedoch von Anfang an, gab keinerlei Informationen preis und legte auf – und verhinderte damit einen möglichen Vermögensschaden. Die Frauen am Telefon sprachen akzentfrei Hochdeutsch und waren vermutlich mittleren Alters.
Die Polizei Hamm nimmt den Fall zum Anlass, erneut vor derartigen Betrugsmaschen zu warnen. Wer sich bei einem Anruf unsicher fühlt, sollte das Gespräch sofort beenden. Im Zweifel gilt: die echte Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen. Persönliche Daten oder Geld sollten niemals an Unbekannte am Telefon weitergegeben werden. Außerdem rät die Polizei dazu, Familie, Freunde und Nachbarn über solche Betrugsversuche zu informieren und insbesondere ältere Angehörige dafür zu sensibilisieren, bei plötzlichen Geldforderungen am Telefon misstrauisch zu sein.