Motorradstrecke L553: 15 Temposünder bei Kontrolle – Spitzenreiter 34 km/h zu schnell

(Symbolbild)

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der als Motorradstrecke bekannten L553 am Rhein-Weser-Turm bei Oberhundem hat die Polizei am Sonntagvormittag (26. April) innerhalb von nur eineinhalb Stunden 15 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Trauriger Spitzenreiter war ein Motorradfahrer aus Dortmund, der mit 34 km/h über dem erlaubten Tempo gemessen wurde und nun ein Bußgeld von 200 Euro erwartet.

Auf der kurvenreichen Strecke außerhalb geschlossener Ortschaften gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Die Polizei setzte ein Lasermessgerät ein. Von den 15 erfassten Verstößen waren vier so gravierend, dass den Betroffenen erhebliche Bußgelder drohen: Neben dem Dortmunder Motorradfahrer waren es drei Pkw-Fahrer, die deutlich zu schnell unterwegs waren.

Besonders auffällig war ein Autofahrer, der mit 19 km/h zu viel gemessen wurde und zusätzlich sein Kind im Fahrzeug nicht ordnungsgemäß gesichert hatte. Darüber hinaus fiel der Polizei bei der Kontrolle ein Radfahrer auf, der während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzte.

Die L553 gilt als beliebte Motorradroute – und als gefährliche. In den vergangenen 24 Monaten ereigneten sich dort insgesamt sieben Verkehrsunfälle, bei allen war unangepasste Geschwindigkeit die Ursache. Laut der Verkehrsunfallstatistik für den Kreis Olpe 2025 zählt überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit nach wie vor zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle im Kreisgebiet. Besonders Motorradfahrer sind bei solchen Unfällen anfällig für schwere Verletzungen, nicht selten kommen Menschen ums Leben.

Die Kreispolizeibehörde Olpe misst der Bekämpfung der Unfallursache Geschwindigkeit daher einen hohen Stellenwert bei und führt regelmäßige Kontrollen im gesamten Kreisgebiet durch – vorrangig an unfallträchtigen Stellen. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken und die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.

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