Eine 66-jährige Frau aus Siegburg ist am Donnerstag, 23. April, einem WhatsApp-Betrug zum Opfer gefallen und hat dabei fast 2.000 Euro verloren. Unbekannte Täter gaben sich in einem Chat als ihr Sohn aus und ergaunerten das Geld per Sofortüberweisung.
Die Frau erhielt eine Nachricht von einer ihr unbekannten Nummer auf ihr Handy. Im Verlauf des Chats behauptete der Absender, er sei ihr Sohn – sein Handy sei kaputt, weshalb er von einer fremden Nummer schreibe. Anschließend forderte er fast 2.000 Euro, um eine angeblich fällige Rechnung zu begleichen. In dem Glauben, ihrem Sohn in einer Notlage zu helfen, überwies die Frau den Betrag sofort. Erst als sie Freunde ihres Sohnes kontaktierte, erfuhr sie die Wahrheit: Sie war betrogen worden. Das überwiesene Geld war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückzuholen.
Die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis weist darauf hin, dass diese Betrugsmasche nach einer ruhigeren Phase offenbar wieder aktiv eingesetzt wird. Die Beamten geben klare Empfehlungen, wie man sich schützen kann: Wer eine solche Nachricht erhält, sollte den vermeintlichen Angehörigen einfach auf der unbekannten Nummer anrufen. Meldet sich die richtige Person, ist alles in Ordnung – andernfalls ist Vorsicht geboten. Ist nur eine Kommunikation per Nachricht möglich, empfiehlt die Polizei, persönliche Fragen zu stellen, die nur der echte Angehörige beantworten kann, oder die Person über die bekannte, alte Nummer zu kontaktieren. Grundsätzlich gilt: Bei Geldforderungen über Messenger-Dienste immer misstrauisch sein und unbekannte Nummern nicht ungeprüft als Kontakt speichern.