Grebensteiner Raubüberfall war gefälscht: Zwei Männer gestehen – Beute und Drogen sichergestellt

(Symbolbild)

Was zunächst wie ein schwerer Raubüberfall auf einen Discountermarkt in Grebenstein im Landkreis Kassel aussah, entpuppt sich als inszenierte Straftat: Zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren haben gestanden, den angeblichen Überfall vom Montag, 20. April 2026, gemeinsam vorgetäuscht zu haben. Die Kasseler Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Kassel ermitteln nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat.

Der Anfangsverdacht entstand bereits unmittelbar am Tatort: Ein Angestellter des Discountermarkts machte widersprüchliche Angaben zum angeblichen Überfall, was bei den zuständigen Kriminalbeamten Zweifel am geschilderten Tathergang weckte. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen gerieten neben dem Mitarbeiter zwei weitere junge Männer in Verdacht, die Tat gemeinsam mit ihm geplant und ausgeführt zu haben.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ ein Richter Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt drei Wohnungen. Diese wurden am Donnerstag und Freitag vollstreckt. Bei den beiden 20 und 22 Jahre alten Tatverdächtigen stellten die Ermittler dabei große Teile des aus dem Discountermarkt erbeuteten Bargelds sicher – außerdem Betäubungsmittel und einen Schlagring. Anschließend gestanden die beiden Männer, dass es den Raubüberfall in Wirklichkeit nie gegeben hatte. Der Tatverdacht gegen eine dritte Person bestätigte sich bei den Durchsuchungen dagegen nicht.

Die Folgemeldung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen bezieht sich auf eine erste Pressemitteilung vom 21. April 2026. Die Ermittlungen wegen des vorgetäuschten Raubüberfalls laufen weiter.

» Weitere Polizeimeldungen