Falsche Bankmitarbeiter ergaunern 11.500 Euro von Senioren in Wabern und Fritzlar

(Symbolbild)

Mit einer dreisten Betrugsmasche haben unbekannte Täter am Dienstag, dem 21. April 2026, zwei ältere Menschen in Wabern-Harle und Fritzlar um insgesamt 11.500 Euro gebracht. Die Betrüger gaben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus, um an die Bankkarten und PIN-Nummern der Opfer zu gelangen – und hoben das Geld anschließend an Sparkassen in beiden Städten ab. Die Kriminalpolizei Kassel ermittelt und sucht Zeugen.

Das Muster war in beiden Fällen dasselbe: Ein männlicher Anrufer meldete sich bei den Betroffenen und behauptete, es habe verdächtige Kontobewegungen gegeben oder die Bankkarte müsse überprüft beziehungsweise ausgetauscht werden. Während das Telefongespräch noch lief, erschien eine weitere Person an der Wohnungstür und nahm die Bankkarte samt PIN entgegen. Kurz darauf wurde das Geld an nahegelegenen Sparkassenfilialen abgehoben.

Der erste Fall ereignete sich in der Lilienstraße in Wabern-Harle: Ein betagter Senior wurde dort um 13:20 Uhr angerufen. Gegen 14:00 Uhr hoben die Täter an der Sparkasse in Wabern 10.000 Euro ab. Rund zwei Stunden später traf es eine betagte Seniorin in der Straße Zum Galgenberg in Fritzlar. Sie wurde um 15:25 Uhr telefonisch kontaktiert, die Karte abgeholt und gegen 15:50 Uhr wurden an der Sparkasse in Fritzlar 1.500 Euro abgehoben.

In beiden Fällen wurde dieselbe Person als Abholer beschrieben: ein Mann zwischen 20 und 25 Jahren, etwa 190 Zentimeter groß, schlanke Statur, dunkle Hautfarbe, schwarze kinnlange Rastalocken und ein schwarzer Kinnbart. Er trug eine schwarze dünne Daunenjacke mit einer weißen Applikation am linken Ärmel, schwarze Jeans und schwarze Turnschuhe.

Die Kriminalpolizei Kassel bittet Zeugen, die am Dienstag, dem 21. April 2026, zwischen 13:20 Uhr und 15:50 Uhr im Bereich der Lilienstraße in Wabern-Harle, in der Straße Zum Galgenberg in Fritzlar oder an den Sparkassen in Wabern und Fritzlar verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 zu melden.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle immer wieder als Bankmitarbeiter ausgeben und mit glaubwürdig klingenden Geschichten Druck aufbauen – zum Beispiel mit Behauptungen über verdächtige Kontobewegungen, ein gehacktes Konto oder ein angebliches Sicherheitsproblem. Ziel ist stets, an Bankkarten, PINs, Zugangsdaten oder Bargeld zu gelangen. Die Polizei gibt folgende Hinweise: Niemals PIN, TANs, Passwörter oder vollständige Kartendaten am Telefon weitergeben. Echte Banken fragen diese Daten grundsätzlich nicht telefonisch ab. Verdächtige Anrufe sofort beenden und die Bank über die offizielle, bekannte Telefonnummer zurückrufen. Sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen – im Zweifel Rat bei Angehörigen oder der Bank einholen. Keine unbekannten Personen in die Wohnung lassen und niemals Bankkarten, Bargeld oder Wertsachen an Fremde übergeben. Bei verdächtigen Anrufen die Polizei über den Notruf 110 informieren und im Fall eines Betrugs Anzeige erstatten.

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