Hamburg-Heimfeld – Ein 53-jähriger serbischer Staatsangehöriger hat am Mittwoch, dem 29. April 2026, gegen 07:04 Uhr im Bahnhof Heimfeld die Gleise betreten und sich dort aufgehalten – während der Bahnhof im normalen Betrieb lief und jederzeit ein Zug hätte einfahren können. Ein aufmerksamer Bahnreisender erkannte die Gefahr und alarmierte die Bundespolizei.
Um sicherzustellen, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich aufhält, ordnete die Bundespolizei umgehend kurzzeitige Stromabschaltungen und Streckensperrungen für die betroffenen Gleise an. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen. Eine sofort durchgeführte Videoauswertung bestätigte den Gleisaufenthalt des Mannes. Aus den Aufnahmen wurden Fahndungsbilder erstellt und an die eingesetzte Streife übermittelt.
Die Beamten erkannten den Mann in direkter Bahnhofsnähe und nahmen ihn fest. In einem anschließenden Präventionsgespräch räumte der 53-Jährige ein, sich im Gleisbereich aufgehalten zu haben – und erklärte dies für völlig normal. Die Bundespolizisten klärten ihn ausführlich über die tatsächlichen Gefahren auf. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Gleisaufenthalts eingeleitet.
Die Hamburger Bundespolizei nutzt den Vorfall, um erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen zu warnen: Gleisaufenthalte sind lebensgefährlich und verboten. Triebfahrzeugführer können nicht ausweichen, die Bremswege sind häufig zu lang, um Personen im Gleisbereich noch rechtzeitig zu erfassen. Wer sich unerlaubt im Gleisbereich aufhält, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Reisende und Helfer.