Bielefeld-Gellershagen – Nach dem Tötungsdelikt an einer 28-Jährigen hat die Mordkommission Bielefeld den tatverdächtigen Freund des Opfers festgenommen. Der 32-jährige deutsche Staatsbürger wurde am Dienstagabend, 28. April 2026, am Frankfurter Hauptbahnhof verhaftet. Er gestand die Tat, gab jedoch an, in einer Situation der Notwehr gehandelt zu haben.
Bereits unmittelbar nach der Tat lagen den Ermittlern erste Hinweise auf den 32-Jährigen vor, der keinen festen Wohnsitz besitzt. In den ersten Ermittlungstagen war es jedoch nicht gelungen, Kontakt zu ihm herzustellen und ihn zur Tat zu befragen. Im Verlauf der weiteren intensiven Ermittlungsarbeit verdichtete sich der Anfangsverdacht gegen den Mann zunehmend. Die Spur führte die Bielefelder Mordkommission schließlich nach Frankfurt am Main. Dort nahmen hessische Beamte den Gesuchten am Dienstagabend am Frankfurter Hauptbahnhof fest. Beamte der Bielefelder Mordkommission holten den Tatverdächtigen anschließend in Frankfurt ab.
Nach dem Geständnis des 32-Jährigen soll die Beziehung zu dem Opfer von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sein. Am Mittwoch, 29. April 2026, führten Beamte ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vor. Dieser erließ antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags. Der Tatverdächtige trat im Anschluss die Untersuchungshaft an.
Die Obduktion des Opfers ergab multiple Verletzungen an Kopf und Oberkörper. Aus rechtsmedizinischer Sicht kommen als Todesursache Ersticken oder eine stumpfe Gewalteinwirkung im Halsbereich in Betracht.