Remembrance & Resistance Tag (international)

Der Remembrance & Resistance Tag, der jährlich am 2. Mai begangen wird, ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag, der 1995 eingeführt wurde. Dieser Tag dient der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Psychiatrie und ihrer Kooperateure sowie dem Widerstand gegen die Zwangspsychiatrie.

Die NS-Psychiatrie war ein dunkles Kapitel der Geschichte, in dem Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen systematisch verfolgt und ermordet wurden. Diese Verbrechen waren Teil der sogenannten „Euthanasie“-Programme des nationalsozialistischen Regimes, die darauf abzielten, Menschen, die als „lebensunwert“ betrachtet wurden, zu eliminieren. Historische Quellen, wie das Buch „Die nationalsozialistische ‚Euthanasie‘-Aktion T4“ von Henry Friedlander, dokumentieren die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen in psychiatrischen Einrichtungen zwischen 1940 und 1941.

Der Remembrance & Resistance Tag ist nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Tag des Widerstands gegen die Zwangspsychiatrie. Diese Praxis, die in verschiedenen Formen weltweit existiert, wird von vielen als eine Verletzung der Menschenrechte angesehen. Der Tag bietet eine Plattform, um auf die Notwendigkeit von Reformen im Bereich der Psychiatrie aufmerksam zu machen und für die Rechte von Menschen mit psychischen Erkrankungen einzutreten.

Seit seiner Einführung hat der Remembrance & Resistance Tag internationale Beachtung gefunden und wird von verschiedenen Organisationen und Aktivisten genutzt, um Veranstaltungen, Diskussionen und Kampagnen zu organisieren. Diese Aktivitäten zielen darauf ab, das Bewusstsein für die historischen und aktuellen Herausforderungen im Bereich der Psychiatrie zu schärfen und für eine menschenwürdige Behandlung aller Menschen einzutreten.