Heute, am 3. Mai 2026, begehen Journalisten, Medienorganisationen und Demokratie-Aktivisten weltweit den Welttag der Pressefreiheit. Dieser von der UNESCO 1993 ins Leben gerufene Gedenktag erinnert an die fundamentale Bedeutung freier und unabhängiger Medien für demokratische Gesellschaften.
Der Tag geht auf die Erklärung von Windhoek zurück, die am 3. Mai 1991 von afrikanischen Journalisten verabschiedet wurde und die Entwicklung einer freien, unabhängigen und pluralistischen Presse forderte. Die Vereinten Nationen erkannten diese Erklärung als Meilenstein für die Pressefreiheit an und riefen den jährlichen Gedenktag aus.
Die Pressefreiheit steht weltweit unter enormem Druck. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen wurden 2025 mindestens 67 Journalisten getötet, über 500 inhaftiert und Hunderte weitere bedroht oder angegriffen. Besonders prekär ist die Lage in autoritären Regimen wie China, Iran oder Myanmar, aber auch in demokratischen Ländern nehmen Angriffe auf Medienschaffende zu.
In Deutschland rangiert die Pressefreiheit laut dem aktuellen Ranking von Reporter ohne Grenzen auf Platz 10 von 180 Ländern. Dennoch gab es auch hier zuletzt vermehrt Angriffe auf Journalisten, insbesondere bei Demonstrationen und politischen Veranstaltungen. Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen mit sich: Fake News, Desinformationskampagnen und die Konzentration der Medienlandschaft bedrohen die Vielfalt der Berichterstattung.
Weltweit finden heute Konferenzen, Proteste und Solidaritätsaktionen statt. Medienorganisationen veröffentlichen Berichte zur Lage der Pressefreiheit, und viele Redaktionen widmen ihre Berichterstattung dem Thema. In zahlreichen Städten gehen Journalisten und Unterstützer auf die Straße, um für inhaftierte Kollegen zu demonstrieren und auf Missstände aufmerksam zu machen.
Weitere Gedenktage am 2. Mai: Heute wird auch der Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei begangen, der an die noch immer 50 Millionen Menschen in moderner Sklaverei erinnert. In Polen wird zudem der Tag der Nationalflagge gefeiert, der seit 2004 die polnischen Nationalfarben würdigt.