Microsoft-Betrug: 86-Jähriger aus Radevormwald gibt Kontodaten an Betrüger weiter

(Symbolbild)

Radevormwald – Ein 86-jähriger Mann aus Radevormwald ist am Freitag, 1. Mai, Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Unbekannte Täter gaben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und brachten den Senior dazu, seine Bankdaten preiszugeben.

Während der 86-Jährige an seinem Laptop saß, erschienen plötzlich ein Alarm und eine Meldung auf dem Bildschirm, die ihn aufforderten, sich telefonisch bei einem Windows-Mitarbeiter zu melden. Im Verlauf des Telefongesprächs drängten die Betrüger den Mann dazu, sich in sein Online-Banking einzuloggen. Der Senior kam der Aufforderung nach und gab seine Kontodaten weiter. Erst im Nachhinein bemerkte er, dass er auf Betrüger hereingefallen war.

Die Polizei weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen wie Microsoft nie unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen. Private Daten wie Bankkontonummern, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten – etwa PayPal – sollten grundsätzlich nicht an unbekannte Anrufer weitergegeben werden. Ebenso sollte man einem fremden Anrufer niemals Zugriff auf den eigenen Rechner gewähren, etwa durch die Installation einer Fernwartungssoftware.

Erscheinen solche Warnmeldungen auf dem Bildschirm und wird man aufgefordert, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, rät die Polizei, nicht darauf einzugehen. Stattdessen sollte man den Rechner sofort vom Internet trennen und herunterfahren. Betroffene Passwörter sollten dann unverzüglich über ein nicht infiziertes Gerät geändert werden.

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