Love-Scamming in Stuttgart: 69-Jährige verliert 20.000 Euro an Internetbetrüger

(Symbolbild)

Eine 69-jährige Frau aus Stuttgart ist einem Internetbetrüger zum Opfer gefallen und hat über einen Zeitraum von sieben Monaten rund 20.000 Euro an einen unbekannten Mann überwiesen. Die Seniorin hatte den mutmaßlichen Täter vor etwa vier Jahren im Internet kennengelernt.

Der Betrüger gaukelte der Frau vor, eine Beziehung mit ihr eingehen zu wollen. In den vergangenen sieben Monaten bat er die gutgläubige 69-Jährige immer wieder um Geld. Die Frau überwies die geforderten Beträge zwischen 500 und 2.000 Euro über sogenannte Guthabenkarten. Erst jetzt kamen ihr Zweifel an der Echtheit der vermeintlichen Beziehung und sie erstattete Anzeige bei der Polizei.

Warnsignale für Love-Scamming

Die Polizei Stuttgart warnt vor typischen Betrugsmaschen: Betrüger täuschen starke Gefühle vor und drängen auf private Gespräche. Ihre Nachrichten sind oft in schlechtem Deutsch verfasst und vage gehalten. Die Online-Profile stimmen häufig nicht mit den getätigten Aussagen überein. Nach dem Aufbau von Vertrauen folgen Bitten um Geld, Geschenke oder Bank- und Kreditkartendaten. Bei Weigerung versuchen die Täter oft, ihre Opfer zu erpressen.

Präventionstipps der Polizei

Die Beamten raten zur Vorsicht bei der Preisgabe persönlicher Daten in sozialen Netzwerken oder auf Dating-Webseiten. Nutzer sollten Profile und Fotos auf anderweitige Verwendung überprüfen und auf Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie Unstimmigkeiten in Geschichten achten. Kompromittierendes Material sollte niemals geteilt werden. Besonders wichtig: Niemals Geld überweisen oder Kreditkarten-, Kontodaten oder Kopien persönlicher Dokumente preisgeben. Geldwäsche ist eine Straftat.

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