Im Hohenlohekreis kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren schweren Verkehrsvorfällen. Dabei wurden Polizistinnen und Polizisten angegriffen, ein Minderjähriger flüchtete vor einer Kontrolle und zwei Motorradfahrer erlitten bei einem Zusammenstoß schwere Verletzungen.
In Künzelsau schlug ein betrunkener Autofahrer einem Polizisten ins Gesicht, nachdem er einen Unfall verursacht hatte. Der 52-Jährige befuhr in der Nacht zum Freitag gegen 3.30 Uhr mit seinem Renault Megane den Kreisverkehr „Goldberg“ und beschädigte dabei Verkehrszeichen. Da sein Fahrzeug Öl verlor, konnte eine Streife des Polizeireviers Künzelsau den weiteren Fahrweg verfolgen. Der Pkw stand quer auf der Landesstraße 1051. Als der 52-jährige Fahrer beim Erblicken des Streifenwagens ausstieg, stellten die Beamten einen schwankenden Gang und Alkoholgeruch fest. Ein Alkoholtest ergab mehr als zwei Promille. Während der Kontrolle holte der Mann plötzlich aus und schlug einem der Beamten mit der Hand ins Gesicht. Einer Polizistin drohte er einen Schlag an, führte diesen aber nicht aus. Zudem stieß er Beleidigungen aus. Sowohl auf dem Weg ins Krankenhaus als auch während der Blutentnahme leistete der 52-Jährige weiterhin massiven Widerstand. Er wurde anschließend in Gewahrsam genommen und in eine Zelle des Polizeireviers gebracht. Sein Führerschein und die Fahrzeugschlüssel wurden beschlagnahmt. Zwei Polizisten wurden beim Einsatz leicht verletzt.
Bei Ingelfingen flüchtete ein 15-Jähriger in der Nacht auf Freitag mit dem VW Tiguan seines Vaters vor einer Polizeikontrole. Der Jugendliche war gegen 0.30 Uhr auf der Landesstraße 1045 von Künzelsau in Richtung Ingelfingen unterwegs, als ein Streifenwagen in entgegengesetzte Richtung fuhr. Als die Beamten wendeten und mit Blaulicht die Verfolgung aufnahmen, raste der VW-Lenker davon, fuhr innerorts mit weit überhöhter Geschwindigkeit und schaltete mehrfach sein Fahrlicht an und aus. Nach der Einmündung zur Mariannenstraße beschleunigte er auf bis zu 130 km/h. Im weiteren Verlauf kam der 15-Jährige mehrmals von der Fahrbahn ab und fuhr durch ein Weizenfeld und über den Grünstreifen. Als er anschließend in die Sackgasse „In den Hälden“ fuhr, konnte er zusammen mit seinem ebenfalls 15-jährigen Beifahrer festgenommen werden. Da sich beim Fahrer Anzeichen auf eine Betäubungsmittelbeeinflussung ergaben, wurde er zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht. Die Mobiltelefone der beiden Jugendlichen wurden beschlagnahmt und die 15-Jährigen an ihre Eltern übergeben.
Am Sonntagvormittag ereignete sich in Dörzbach ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten. Eine 78-Jährige war gegen 9:30 Uhr mit ihrem VW auf der Max-Planck-Straße unterwegs und wollte in die Klepsauer Straße einbiegen. Hierbei übersah sie vermutlich ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt auf der Klepsauer Straße in Richtung Ortsausgang fuhr. Das Motorrad kollidierte mit dem Pkw. Der 64-jährige Motorradfahrer und dessen 63-jährige Mitfahrerin wurden bei dem Unfall schwer verletzt, wobei die Frau mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde. Die Autofahrerin wurde leicht verletzt. Ihr Beifahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.
Bei Schöntal flüchtete ein unbekannter Fahrer am Sonntagabend nach einem Unfall mit seinem weißen Mercedes Cabrio. Der Mann war gegen 18 Uhr auf der Kreisstraße 2322 vom Kloster Schöntal in Richtung Neuhof unterwegs, als ein 21-Jähriger mit seinem BMW in entgegengesetzte Richtung fuhr. Beim Vorbeifahren streiften sich die beiden Außenspiegel, wodurch Sachschaden entstand. Der Mercedes-Lenker flüchtete daraufhin mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Kloster Schöntal. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.
In Niedernhall kam es am Freitag gegen 17:45 Uhr zu einem Brand auf einer Terrasse. In der Criesbacher Straße brannten Teile einer Terrassenüberdachung, eines darüberliegenden Balkons sowie ein Wäscheständer. Ein Bewohner eines gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses wurde durch Passantinnen auf das Feuer aufmerksam gemacht und konnte es bis zum Eintreffen der Feuerwehr eindämmen. Diese verhinderte im Anschluss ein Übergreifen auf das Wohngebäude. Der Mann erlitt leichte Atemwegsreizungen. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang unklar. Zeugen, die Hinweise zum Brand geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.