Schwer verletzte Radfahrerin und Reitunfall mit tödlichem Ausgang für Pferd im Landkreis Ravensburg

(Symbolbild)

Eine schwer verletzte Radfahrerin und ein Reitunfall mit tödlichem Ausgang für ein Pferd beschäftigten die Polizei im Landkreis Ravensburg am Wochenende. Daneben ermitteln die Beamten nach mehreren Vorfällen mit Kindern sowie einer alkoholisierten Autofahrerin.

In Argenbühl verletzte sich eine 55-jährige Pedelec-Fahrerin am Sonntagabend schwer, als sie im Bereich des Weilers „Moos“ einem anderen Radfahrer auffuhr. Die Frau war gemeinsam mit einem weiteren Radler unterwegs und fuhr diesem nach bisherigen Erkenntnissen in einem unaufmerksamen Moment hinten auf. Sie stürzte und zog sich schwerere Kopfverletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte die 55-Jährige zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Bei einer Reiterprozession nahe dem Gewerbegebiet „Karrer“ in Ravensburg ging am Sonntagmorgen das Pferd eines 70 Jahre alten Reiters durch und galoppierte auf eine angrenzende Wiese. Nachdem der 70-Jährige vom Pferd stürzte, durchbrach das Tier den Zaun eines Regenrückhaltebeckens und rutschte in den Wasserabfluss. Die Feuerwehr befreite das Pferd und barg es mit einem Kran. Aufgrund der schweren Verletzungen musste das Tier von einer Tierärztin eingeschläfert werden. Der Reiter zog sich bei dem Unfall leichtere Verletzungen zu.

Verdächtige Ansprache von Kindern

In Weingarten ermittelt das Kriminalkommissariat Ravensburg nach einem Vorfall am Sonntagmittag im Bereich Nessenreben. Ein Unbekannter soll zwei Mädchen verdächtig angesprochen haben. Die Kinder waren gegen 12 Uhr auf einem Waldweg entlang der Wolfegger Straße in Richtung Parkplatz am Freibad Nessenreben unterwegs, als ein Radfahrer vorbeifuhr. Kurz darauf fuhr der Mann offenbar erneut an den beiden vorbei und sprach diese in verdächtiger Weise an. Dabei war nach bisherigen Erkenntnissen auch das Geschlechtsteil des Mannes durch ein Loch in der Hose sichtbar. Der Unbekannte wird mit schwarz-grauen Haaren und einer braunen oder schwarzen Cap beschrieben. Er trug ein graues Oberteil und war mit einem E-Bike unterwegs. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 0751/803-6666.

Ebenfalls in Weingarten biss am Sonntagnachmittag die Rottweiler-Hündin eines Gastes ein Kind in der Innenstadt. Der Junge rannte am Außenbereich eines Eiscafés entlang, als das Tier aufsprang und zuschnappte. Das Kind erlitt leichte Verletzungen am Oberarm und begab sich später in Begleitung von Angehörigen zur Behandlung der oberflächlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Gegen den 28 Jahre alten Halter des Hundes wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

In Aulendorf kontrollierten mehrere Polizeistreifen am Sonntagabend kurz vor 19.30 Uhr eine 42-jährige Frau am Bahnhof, nachdem Passagiere sie mit einem längeren Messer in einem Zug gemeldet hatten. Die Beamten stellten bei ihr ein Bajonett-Messer sicher. Wie sich bei der polizeilichen Überprüfung herausstellte, war der Frau das Messer beim Einsteigen in den Zug am Bahnhof in Ravensburg aus der Tasche gefallen, anschließend verstaute sie es wieder in ihrem Rucksack. Auf die 42-Jährige kommt eine Bußgeldanzeige wegen des verbotenen Führens des Messers zu.

In Baienfurt zündete ein noch unbekannter Jugendlicher am Sonntagabend gegen 22 Uhr ein Banner in der Eisenbahnstraße an. Zeugenangaben zufolge soll der Unbekannte die an einem Zaun angebrachte Plastikplane mit einem Feuerzeug angezündet haben und anschließend davongelaufen sein. Die Feuerwehr löschte die Flammen zügig, durch das Feuer entstand Sachschaden von wenigen hundert Euro. Der Jugendliche wird mit schwarzen kurzen Haaren, einem beigen Oberteil und schwarzen kurzen Hosen beschrieben. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0751/803-6666 entgegen.

In Bad Waldsee flüchtete ein 20-Jähriger am späten Donnerstagabend mit seinem Motorroller vor einer Polizeikontrolle. Eine Streife des Polizeireviers Weingarten wollte ihn kurz nach 23 Uhr in der Steinacher Straße stoppen, als der Zweiradfahrer Gas gab. In einer Gasse mit Kiesbelag verlor der junge Mann die Kontrolle über sein Zweirad, stürzte und flüchtete zunächst zu Fuß. Seine Mitfahrerin wurde von den Polizisten gestoppt und kontrolliert. Wenig später kehrte der 20-Jährige reumütig zurück und räumte ein, dass er über keine Fahrerlaubnis verfügt und das Zweirad baulich verändert worden ist. Zudem stellten die Beamten bei ihm Alkoholgeruch fest. Ein Alkoholvortest ergab knapp über 0,5 Promille. Für den 20-Jährigen folgte die Entnahme einer Blutprobe in einem Krankenhaus. Gegen ihn wird unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Fahrens unter Alkoholeinfluss ermittelt.

Auf der Kreisstraße bei Gebrazhofen meldeten Verkehrsteilnehmer in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine stark alkoholisierte Autofahrerin. Die Pkw-Fahrerin war zuvor offensichtlich in Schlangenlinien unterwegs und ihr Wagen deutlich beschädigt. Eine Streife der Verkehrspolizei Kißlegg kontrollierte die 37-Jährige und führte einen Alkoholtest durch. Dieser zeigte weit über 2,5 Promille an. Zudem räumte die Fahrerin ein, kurz zuvor auf der A 96 bei Wangen im Allgäu im Bereich einer Baustelle einen alleinbeteiligten Verkehrsunfall gehabt zu haben. Die Polizisten stellten den Führerschein der 37-Jährigen sicher und ordneten die Entnahme einer Blutprobe in einem Krankenhaus an. Gegen die Frau wird wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

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