Dossenheim: 28-Jähriger nach Brandstiftung in Untersuchungshaft – 200.000 Euro Schaden

(Symbolbild)

Ein 28-jähriger Mann befindet sich nach einer schweren Brandstiftung in Dossenheim in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Heidelberg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Mann, der die Wohnung seiner Ex-Freundin abgebrannt haben soll. Bei dem Brand am 1. Mai entstanden rund 200.000 Euro Schaden, zwei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Der Tatverdächtige hatte bis zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt mit der 30-jährigen Geschädigten in einer Partnerschaft gelebt. Nach heftigen Streitigkeiten am 1. Mai kündigte der 28-Jährige mittags in einer Sprachnachricht über sein Mobiltelefon das „Abfackeln“ ihrer Wohnung an. Anschließend begab er sich mit einer 1,5-Liter-Flasche voller Benzin zur Wohnadresse seiner Ex-Freundin in der Bergstraße.

Nachdem er sich Zutritt zur menschenleeren Wohnung im ersten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses verschafft hatte, legte er an verschiedenen Orten im Inneren Feuer. Innerhalb weniger Minuten stand die Wohnung in Vollbrand. Gegen 12:30 Uhr bemerkte ein Anwohner das Feuer und alarmierte die Feuerwehr, die den Brand zügig unter Kontrolle bringen konnte. Die Wohnungen im ersten Obergeschoss wurden durch das Feuer unbewohnbar.

Trotz sofortiger Evakuierung des Mehrfamilienhauses erlitten zwei Personen Rauchgasintoxikationen, die vom Rettungsdienst vor Ort behandelt wurden. Der Sachschaden am Wohngebäude wird nach derzeitigem Ermittlungsstand auf etwa 200.000 Euro geschätzt.

Der 28-jährige Tatverdächtige stellte sich am Abend selbstständig der Polizei und wurde am 2. Mai dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wegen bestehender Fluchtgefahr Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt und der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

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