Nach der Amokfahrt in Leipzig mit mindestens zwei Todesopfern hat sich Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zur Sicherheitslage in deutschen Städten geäußert und vor voreiligen Schlüssen gewarnt. In der ntv-Sendung „Pinar Atalay“ am Montagabend betonte Frei, dass eine vollständige Sicherheit nicht zu gewährleisten sei.
„Wir verfolgen, was vor Ort passiert, aber wir sind im frühen Stadium häufig im Bereich der Spekulation“, erklärte der CDU-Politiker. Zunächst müssten „die Informationen zusammengetragen werden, um Rückschlüsse ziehen zu können“. Bei der Bewertung von Sicherheitsvorkehrungen in Innenstädten und möglichen Schutzlücken verwies Frei auch auf frühere Anschläge: „Natürlich kommt einem da Magdeburg in Erinnerung.“
Solche Situationen würden das Leben der Menschen unsicher machen, so Frei weiter. „Wenn sie das Gefühl haben, dass sie ihr ganz normales Leben nicht so leben könne, dass sie sich gefahrlos in der Stadt bewegen können, dann macht das schon etwas mit einem“, sagte der Kanzleramtschef. Gleichzeitig stellte er klar: „Die totale vollständige Sicherheit, die gibt es nicht“ – auch wenn man im Nachhinein analysieren werde, wo es möglicherweise Defizite gegeben habe.
Frei wies darauf hin, dass die Innenstädte heute schon ganz anders aussähen als noch vor fünf oder zehn Jahren. Es sei ein alarmierender Befund, dass man das so machen müsse, um „einigermaßen und hinreichend Sicherheit gewähren zu können“. Die Gedanken seien bei den Opfern und ihren Familien, betonte der Kanzleramtschef abschließend.