Oberhausen: Drei Männer nach acht Zigarettenautomaten-Sprengungen festgenommen

Aufgefundene Beute in einer Wohnung / Foto: Polizei Oberhausen

In Oberhausen sind drei deutsche Staatsangehörige nach einer Serie von Zigarettenautomaten-Sprengungen in Untersuchungshaft gekommen. Die Männer stehen im dringenden Verdacht, seit dem 19. April acht Sprengungen im Stadtgebiet begangen zu haben.

Nach den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Duisburg und Polizei Oberhausen agierten die Tatverdächtigen arbeitsteilig und fuhren mit Kleinkrafträdern zu den Tatorten. Dort brachten sie Sprengvorrichtungen in den Automaten an, um durch die Explosion an deren Inhalt zu gelangen. Der Gruppe konnten weitere Straftaten zugeordnet werden, darunter besonders schwere Fälle des Diebstahls.

Am Donnerstag (30. April) versuchte die Gruppe, einen Automaten unterhalb der Trasse am Westfield Centro zu öffnen. Ein Zeuge beobachtete sie dabei und verständigte umgehend die Polizei über den Notruf 110. Im Rahmen der sofortigen Fahndung nahmen Polizistinnen und Polizisten einen ersten Tatverdächtigen an einer von der Gruppe genutzten Garage fest. Einen zweiten Tatverdächtigen fasste später eine Funkstreifenwagenbesatzung.

Die anschließenden Durchsuchungen der Wohnanschriften und genutzten Räumlichkeiten führten zur Festnahme des dritten Tatverdächtigen und zur Sicherstellung zahlreicher Beweismittel. Dabei fanden die Ermittler auch Gegenstände aus früheren Straftaten. Bei den ermittlungstaktischen Maßnahmen kamen auch Kräfte des Einsatztrupps K (ETK) zum Einsatz.

Am Freitag (1. Mai) führte die Staatsanwaltschaft Duisburg alle drei Tatverdächtigen dem zuständigen Ermittlungsrichter vor, der Untersuchungshaft für alle Männer anordnete.

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