Bei einer behördenübergreifenden Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der Autobahn 7 bei Malsfeld haben Polizei und Verkehrsbehörden am Montag vier Fahrzeuge wegen schwerwiegender Verstöße aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt wurden 24 Fahrzeuge überprüft, wobei 15 Verstöße gegen Verkehrsvorschriften festgestellt wurden.
Die Kontrollkräfte der Polizeistation Melsungen führten die Aktion gemeinsam mit Polizisten der Verkehrsdienste Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste und des Kasseler Polizeireviers Nord durch. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) und des Regierungspräsidiums Kassel. Zwischen 9 und 18 Uhr überprüften die Beamten auf dem Maxi-Autohof Malsfeld acht Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 12 Tonnen sowie 16 leichtere Fahrzeuge.
Die meisten Verstöße betrafen fehlende Aufzeichnungen der Fahrtenschreiber und fehlende Unterlagen. In einem Fall war das vorgeschriebene Kontrollgerät in einem Lkw überhaupt nicht vorhanden. Zusätzlich stellten die Polizisten mehrere Verstöße gegen die Sozialvorschriften und technische Mängel an den Fahrzeugen fest, darunter defekte Bremsen und Schäden am Fahrgestell.
Drei Fahrzeugen – zwei Sattelzügen und einem Kleintransporter – wurde die Weiterfahrt wegen unzureichender Ladungssicherung und Mängeln an den Reifen untersagt. Ein Fahrzeuggespann musste dauerhaft stillgelegt werden, da die zulässige Achslast um 100 Prozent überschritten wurde. Die Deichsel des gezogenen Anhängers, der mit einem Pritschenwagen beladen war, befand sich durch die massive Überladung nur wenige Zentimeter über dem Boden. Den verantwortlichen Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.