Kriminalität in Günzburg geht zurück – Drogen- und Alkoholfahrten steigen deutlich

(Symbolbild)

Die Kriminalität in Stadt und Landkreis Günzburg ist im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Beim jährlichen Sicherheitsgespräch am 23. April 2026 im Landratsamt präsentierte Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner positive Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Drogen- und Alkoholfahrten registriert.

Im Landkreis Günzburg sank die Zahl der Straftaten von 4.514 im Jahr 2024 auf 4.401 im vergangenen Jahr. Auch in der Stadt Günzburg gingen die Fallzahlen leicht auf 1.361 Straftaten zurück. Die Aufklärungsquote verbesserte sich sowohl im Landkreis auf 69,5 Prozent als auch in der Stadt auf 70,2 Prozent und liegt damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent.

An dem Gespräch unter Leitung von Landrat Dr. Hans Reichhart und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner nahmen auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig teil, der sich bei dieser Gelegenheit aus der Runde verabschiedete. Vertreter der Schutzpolizei aus Burgau, Günzburg und Krumbach, der Verkehrspolizei Günzburg sowie der Kriminalpolizei aus Memmingen und Neu-Ulm waren ebenfalls anwesend. Erstmalig nahmen auch Vertreter des Bundespolizeireviers Nürnberg teil, das für den Bereich Günzburg zuständig ist.

Während die bereinigte Häufigkeitszahl im Landkreis von 3.436 um 1,4 Prozent auf 3.389 Straftaten pro 100.000 Einwohner sank, stieg sie in der Stadt Günzburg von 6.247 auf 6.353. Diese Kennzahl gibt die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner an und berücksichtigt nur die der Polizei bekannt gewordenen Fälle.

Auch bei den Verkehrsunfällen zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Gesamtzahl ging von 3.739 im Jahr 2024 auf 3.662 im Jahr 2025 zurück – ein Rückgang von mehr als 2 Prozent. Die Zahl der verletzten Personen sank um knapp 5,6 Prozent auf 643. Besonders erfreulich: Die Zahl der Verkehrstoten ging drastisch von sechs auf zwei Personen zurück. Unfälle mit verletzten Pedelec-Fahrern sanken um knapp 8,5 Prozent auf 54.

Auffällig war jedoch der deutliche Anstieg bei den sogenannten Kontrolldelikten: Die Polizei stellte im Jahr 2025 insgesamt 209 Trunkenheitsfahrten fest – im Vorjahr waren es noch 162. Bei Drogenfahrten stieg die Zahl sogar von 149 auf 262 Fälle.

„Die erneut positive Entwicklung der allgemeinen Kriminalitätslage im Bereich Günzburg ist das Ergebnis der professionellen Zusammenarbeit zwischen Polizei und den örtlichen Sicherheitsbehörden. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Pedelec-Fahrern im Raum Günzburg entgegen dem allgemeinen Trend rückläufig ist“, erklärte Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner. Alle Beteiligten bewerteten das Sicherheitsgespräch als zielführend und betonten die Bedeutung der engen Zusammenarbeit.

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