Leutkirch/A96 – Ein Wohnmobilfahrer hat am Donnerstagnachmittag, dem 27. April 2026, kurz vor Gebrazhofen auf der A96 einen Kettenunfall verursacht und sich anschließend unerlaubt vom Unfallort entfernt. An drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 20.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Gegen 16:14 Uhr befuhr das Wohnmobil die A96 von Lindau in Richtung Memmingen. Bei hohem Verkehrsaufkommen wechselte der Fahrer vom linken auf den rechten Fahrstreifen, um einen anderen Verkehrsteilnehmer zu überholen – ohne dabei auf den rückwärtigen Verkehr zu achten. Ein 27-jähriger Mercedesfahrer, der sich auf der linken Spur befand, musste daraufhin eine Vollbremsung einleiten, um eine Kollision mit dem Wohnmobil zu vermeiden.
Ein 35-jähriger VW-Fahrer, der hinter dem Mercedes fuhr, erkannte die Situation zu spät und fuhr auf das Fahrzeug vor ihm auf. Ein weiterer Fahrer, ein 23-jähriger Audifahrer, der hinter dem VW fuhr, wurde ebenfalls in den Unfall verwickelt und prallte seinerseits auf den VW. Der Fahrer des Wohnmobils setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Die linke Fahrspur der A96 war für kurze Zeit blockiert.
Die Verkehrspolizei Kißlegg ermittelt nun gegen den Wohnmobilfahrer wegen Verkehrsunfallflucht. Die beiden Fahrer, die auf das jeweils vorausfahrende Fahrzeug aufgefahren sind, müssen mit einem Bußgeld wegen zu geringen Abstands rechnen.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Kißlegg unter der Telefonnummer 07563-90990 zu melden.