Dank zweier aufmerksamer Zeugen konnte die Polizei am Mittwoch nach einem Verkehrsunfall in Achstetten den mutmaßlichen Verursacher ermitteln, der unter Medikamenteneinfluss stand.
Gegen 18.30 Uhr war der 35-jährige Fahrer eines VW Caddy auf der L265 unterwegs. Er fuhr aus Richtung Achstetten kommend nach rechts in einen Kundenparkplatz eines Discounters. Beim Abbiegen überfuhr der VW einen Fahrbahnteiler und beschädigte dadurch einen Wegweiser. Anschließend setzte der VW zurück und fuhr weiter auf den Kundenparkplatz.
Bei der Fahrt auf dem Parkplatz geriet der VW auch gegen den Bordstein, bevor der Autofahrer mühevoll einparken konnte. Die Zeugen beobachteten das auffällige Fahrverhalten und verständigten die Polizei.
Bei der Überprüfung des 35-Jährigen stellten die Ermittler fest, dass der Mann sichtlich unter Medikamenteneinwirkung stand. Ein Urintest schlug positiv auf Medikamente an, während ein Test auf Alkohol negativ verlief. Der Fahrer musste ins Krankenhaus und Blutproben abgeben. Seinen Führerschein durfte er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft behalten.
Die Polizei Laupheim schätzt den Schaden am Wegweiser auf rund 250 Euro. Am Auto entstand kein Schaden. Der mutmaßliche Unfallverursacher muss jetzt mit einer Anzeige rechnen.
Die Polizei lobt das Verhalten der aufmerksamen Zeugen. „Hinschauen, helfen, melden“ sind die drei Stichworte, mit denen die Polizei im Rahmen der Aktion „Stopp der Unfallflucht“ dafür wirbt, Verantwortung zu übernehmen. Wer einen Unfall beobachtet und sich beim Geschädigten oder der Polizei meldet, kann wie in diesem Fall dazu beigetragen, dass der Besitzer des beschädigten Autos nicht auf seinem Schaden sitzen bleibt.