Baden-Württemberg: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Nördlichen Landesteil – 24. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Baden-Württemberg eine deutlich zweigeteilte Bodenfeuchtesituation. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, ist der südliche und östliche Teil des Bundeslandes von schwerer Dürre betroffen. Die Karte stellt ein 14-tägiges gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe dar und wird wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle: Der nördliche Teil Baden-Württembergs, einschließlich des Rhein-Neckar-Raums und Teilen der Region Stuttgart, weist normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse auf. Im Gegensatz dazu dominiert im südlichen Baden-Württemberg, insbesondere in der Region um den Bodensee und im südöstlichen Bereich, die Klassifikation ’schwere Dürre‘. Vereinzelt sind in diesen Gebieten auch kleinere Flächen mit extremer Dürre zu beobachten. Die mittleren Landesteile zeigen überwiegend moderate Dürre-Bedingungen.

Die aktuellen Wetterdaten bestätigen die angespannte Situation: In den vergangenen sieben Tagen fielen im Landesdurchschnitt nur 14,6 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 15,8 Grad Celsius. Die kommenden drei Tage bringen voraussichtlich keinen Niederschlag bei Höchsttemperaturen bis 31 Grad Celsius. Diese anhaltend trockenen Bedingungen verstärken die bereits in der träge reagierenden Gesamtbodenschicht dokumentierte Trockenheit.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen südlichen Regionen bedeuten die schweren Dürre-Bedingungen eine deutliche Belastung der Wasserversorgung für Kulturpflanzen. Waldgebiete in diesen Bereichen zeigen erhöhte Waldbrandgefahr und Stress für die Vegetation. In den nördlichen Landesteilen mit normaler Bodenfeuchte bestehen hingegen günstige Wachstumsbedingungen. Die regionalen Unterschiede erfordern eine differenzierte Betrachtung der Wassermanagement-Strategien.

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