Betrugsmasche mit falschen Polizisten: 84-Jähriger aus Eschwege verliert dreistelligen Geldbetrag

(Symbolbild)

Ein 84-jähriger Mann aus Eschwege ist am Montag Opfer von Betrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Täter erbeuteten einen mittleren dreistelligen Geldbetrag sowie die Kreditkarte des Seniors.

Der Betrug ereignete sich am 21. April 2026 um 12:45 Uhr. Ein Mann und eine Frau riefen den 84-Jährigen an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Unter dem bekannten Motto der falschen Polizeibeamten und der damit verbundenen Angst vor möglichen Einbrüchen fragten sie den Senior nach Wertsachen und Bargeld aus.

Etwa eine halbe Stunde später erschien eine männliche Person bei dem Rentner, die das Geld und die Kreditkarte abholte. Der Täter stellte sich als Polizeibeamter namens „Schmidt“ vor und sprach akzentfrei Hochdeutsch. Die Polizei beschreibt ihn als etwa 30 Jahre alt, zwischen 175 und 180 Zentimeter groß, von schlanker Figur mit dunkelblonden Haaren und mitteleuropäischem Erscheinungsbild.

Der Vorfall war Teil einer größeren Betrugswelle im Werra-Meißner-Kreis. Bereits am 20. April 2026 hatte es betrügerische Anrufe im Raum Sontra und Stadtteilen gegeben. Am Montag registrierte die Polizei Eschwege weit über 20 weitere Anrufe bis in die späten Abendstunden, die eine Flut von Betrugsversuchen im Raum Eschwege und Wehretal dokumentierten.

Bis auf den Fall des 84-Jährigen erkannten alle Angerufenen die betrügerische Absicht. Die Pressestelle der Polizeidirektion Werra-Meißner hatte bereits vor den betrügerischen Anrufen gewarnt. Entsprechende Warnungen wurden zeitnah in den örtlichen Medien und den sozialen Medien des Polizeipräsidiums veröffentlicht.

Die Polizei appelliert erneut, am Telefon keine Angaben zu Wertsachen zu machen und bei derartigen Anrufen selbstständig die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren.

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