Bundespolizei schnappt gesuchten Iraker an der Grenze – 2.000 Euro retten ihn vor dem Gefängnis

Symbolfoto/ Foto: Bundespolizei

An der deutsch-niederländischen Grenze hat die Bundespolizei in der Nacht zum Samstag einen 35-jährigen Iraker festgenommen, gegen den ein Haftbefehl vorlag. Dem Mann drohten knapp anderthalb Monate Gefängnis – doch er konnte die geforderte Summe aufbringen und blieb auf freiem Fuß.

Die Festnahme ereignete sich gegen 0:40 Uhr an der Kontrollstelle auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30. Im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen überprüften Beamte dort den Mann als Beifahrer eines Autos. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass die zuständige Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt hatte.

Hintergrund war eine gerichtliche Verurteilung wegen Bedrohung. Das Gericht hatte eine Ersatzfreiheitsstrafe von knapp anderthalb Monaten verhängt. Die einzige Möglichkeit, den Gefängnisaufenthalt abzuwenden: die Zahlung von 2.000 Euro.

Dem 35-Jährigen gelang es, den gesamten haftbefreienden Betrag von 2.000 Euro aufzubringen. Darüber hinaus beglich er noch knapp 100 Euro ausstehende Verfahrenskosten. Anschließend konnte er seine Reise fortsetzen.

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