In Haan sind am selben Tag drei Seniorinnen Opfer von Trickbetrügern geworden. Die Täter erbeuteten Goldschmuck und ergaunerten mit gestohlenen Bankkarten mehrere tausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt in allen drei Fällen.
Der erste Fall ereignete sich am Vormittag gegen 10.15 Uhr an der Dieker Straße. Zwei Männer verschafften sich unter dem Vorwand, das undichte Dach reparieren zu wollen, Zugang zur Wohnung einer 91-Jährigen. Während einer der Betrüger die Seniorin ablenkte, begab sich der andere unbemerkt in ihr Schlafzimmer und stahl Goldschmuck. Erst nachdem die falschen Handwerker die Wohnung verlassen hatten, bemerkte die Haanerin den Diebstahl und alarmierte die Polizei. Eine Fahndung im Umfeld blieb erfolglos.
Von einem der beiden Täter liegt eine Personenbeschreibung vor: Er ist etwa 40 Jahre alt, hat ein südländisches Erscheinungsbild, normale Statur, kurze schwarze Haare und war dunkel gekleidet.
Der zweite Betrugsfall begann gegen 13.30 Uhr mit einem Telefonanruf bei einer 89-jährigen Haanerin. Eine Frau gab sich als Mitarbeiterin der Hausbank aus und behauptete, es seien ungewöhnliche Kontobewegungen auf dem Konto der Seniorin festgestellt worden. Um eine angebliche Kontosperre zu vermeiden, holte kurze Zeit später eine vermeintliche Bankangestellte an der Wohnadresse der 89-Jährigen an der Breite Straße sowohl die Geldkarte als auch die PIN ab. Als die Seniorin anschließend eine Mitteilung über eine Abbuchung eines geringen vierstelligen Betrages erhielt, erkannte sie den Betrug und erstattete Anzeige.
Die Kartenabholerin wird so beschrieben: etwa 28 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, blonde Haare, sprach akzentfreies Deutsch.
Den dritten Fall meldete eine 91-Jährige von der Nordstraße in Haan. Gegen 16 Uhr erhielt auch sie einen Anruf eines Telefonbetrügers, der ihr verdächtige Kontobewegungen vortäuschte und seine Hilfe anbot. Die Seniorin übergab vertrauensvoll ihre Geldkarte samt PIN an eine Frau. Nach einer anschließenden Abbuchung eines niedrigen vierstelligen Betrages erkannte auch sie den Betrug und erstattete Anzeige.
Die Kartenabholerin in diesem Fall war etwa 1,70 Meter groß, hatte eine korpulente Statur, blond-braune Haare, trug einen grauen Pullover und eine lange schwarze Hose und sprach akzentfreies Deutsch.
Die Kriminalpolizei warnt eindringlich: Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung. Handwerkerinnen und Handwerker kündigen sich in der Regel vorher an. Bei Anrufen von unbekannten Nummern, in denen nach Bankdaten, Geld oder Schmuck gefragt wird, sollten Betroffene skeptisch sein, einfach auflegen und keine Angaben zu persönlichen Daten oder Vermögen machen. Geben Sie Fremden auf keinen Fall Bankdaten oder Geldkarten. Im Zweifel sollten Betroffene die echte Polizei in einem eigenständigen Telefonat vom Festnetztelefon unter der 110 anrufen.