Dürre-Alarm im Osten Schleswig-Holsteins: Kritische Bodenfeuchte trotz Regen

Die Dürresituation in Schleswig-Holstein zeigt ein besorgniserregendes Bild: Während weite Teile des Landes unter mäßiger Trockenheit leiden, herrscht im östlichen Landesteil nach Daten des UFZ Dürremonitors eine außergewöhnliche Dürre. Besonders dramatisch ist die Lage in den Kreisen Ostholstein und Lübeck, wo die Bodenfeuchte kritische Werte erreicht hat.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die aktuellen Messwerte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung vom 2. Mai zeigen ein deutliches West-Ost-Gefälle: Während die Nordseeküste und Teile der Geest noch moderate Trockenheit aufweisen, sind die östlichen Regionen von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen. Die roten Markierungen auf der Karte verdeutlichen das Ausmaß der Bodentrockenheit in der Region um Lübeck und bis zur Ostseeküste.

An der kritischen Dürresituation ändern auch die 4,9 Millimeter Niederschlag der vergangenen Woche wenig – denn diese geringen Mengen reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten null Millimeter Niederschlag verschärfen die Lage zusätzlich. Obwohl die Temperaturen mit erwarteten Höchstwerten von 14,6°C moderat bleiben, fehlt das dringend benötigte Wasser für eine Erholung der Böden.

Für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen: Gerade in der wichtigen Wachstumsphase vieler Kulturen im Frühjahr kann der Wassermangel zu Ertragseinbußen führen. Auch die natürlichen Ökosysteme leiden unter dem Feuchtigkeitsmangel, was sich auf Wälder und Grünflächen auswirkt. Die Wasserversorgung könnte in den besonders betroffenen östlichen Gebieten angespannt werden, wenn nicht bald ergiebige Niederschläge einsetzen.

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