Erfurt: Schwarzfahrer mit Haftbefehlen aufgegriffen – Mann muss 34 Tage ins Gefängnis

Symbolbild der Bundespolizei, Bundespolizist greift zu einer Handfessel

Am Dienstagnachmittag führten Kontrollen wegen Schwarzfahrens am Erfurter Hauptbahnhof zu zwei Festnahmen durch die Bundespolizei. Beide Personen waren bereits wegen verschiedener Straftaten per Haftbefehl gesucht.

Die erste Festnahme betraf eine 69-jährige Deutsche, die ohne gültiges Ticket in einem ICE zwischen Nürnberg und Erfurt unterwegs war. Bei der Überprüfung der alkoholisierten Frau entdeckten die Beamten einen aktuellen Haftbefehl der bayerischen Justiz. Das Amtsgericht Regensburg hatte wegen Unterschlagung einen Strafbefehl gegen sie erlassen. Die Frau konnte den geforderten vierstelligen Betrag aufbringen und entging damit dem ersatzweisen Strafvollzug. Nach Feststellung ihrer Wegefähigkeit verließ sie die Dienststelle wieder.

Weniger Glück hatte ein 40-jähriger Deutscher, den eine Streife der Bundespolizei ebenfalls im Hauptbahnhof kontrollierte. Gegen ihn lagen gleich zwei Haftbefehle der Thüringer Justiz vor. Der Mann war wegen mehrerer ticketloser Fahrten zu Gesamtgeldstrafen im niedrigen vierstelligen Bereich verurteilt worden, hatte die Strafen jedoch bisher nicht beglichen. Da er das geforderte Geld nicht aufbringen konnte, musste er den 34-tägigen Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Tonna antreten.

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