Mit einer neuen Variante des Betrugs durch falsche Bankmitarbeiter haben Kriminelle am Mittwoch (15. April) einen höheren Geldbetrag von einer 76-jährigen Münsteranerin erbeutet. Die Täter kombinierten gefälschte E-Mails mit einem späteren Videoanruf über einen Messaging-Dienst.
Der Betrug begann am Mittwoch ab 10:42 Uhr mit zwei E-Mails an die Seniorin. In diesen wurde sie aufgefordert, über einen Link zur angeblichen Webseite ihrer Bank persönliche Daten einzugeben. Vorgeblich sollte sie einen mobilen Bezahldienst einrichten und ein Sicherheitsupdate durchführen. Eine dritte E-Mail forderte sie auf, die Anmeldung für einen Newsletter zu bestätigen. Die 76-Jährige folgte allen Aufforderungen.
Am Mittwochabend erhielt die Münsteranerin schließlich einen Videoanruf über einen Instant-Messaging-Dienst. Ein nicht erkennbarer männlicher Anrufer behauptete, dass von ihrem Konto ein höherer Geldbetrag abgebucht worden sei und er diesen zurückbuchen wolle. Die Seniorin gab daraufhin eine TAN sowie weitere persönliche Daten an den vermeintlichen Bankmitarbeiter weiter.
Später stellte die 76-Jährige jedoch fest, dass tatsächlich ein Geldbetrag von ihrem Konto abgebucht worden war. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die Polizei Münster warnt eindringlich vor solchen Telefonbetrügen und gibt konkrete Schutzhinweise: Bürger sollen stets wachsam bleiben und bei E-Mails genau auf den Absender achten. Keinesfalls sollten sie Links in verdächtigen Nachrichten folgen. Stattdessen empfiehlt die Polizei, sich direkt auf der bekannten Seite des Online-Bankings einzuloggen oder die Bank unter der bekannten Rufnummer zu kontaktieren, um die Echtheit von E-Mails zu überprüfen.
Grundsätzlich sollten keine persönlichen Informationen wie Telefonnummern, Adressen oder Bankdaten herausgegeben werden. Im Zweifelsfall raten die Beamten, Kontakt mit Angehörigen oder der Polizei unter den bekannten Nummern aufzunehmen.