Falscher Goldschmuck: Polizei nimmt zwei Betrüger in Jever fest – Haupttäter in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

In Jever und Varel hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die mutmaßlich gefälschten Goldschmuck an Juweliere und Goldschmieden verkauft haben. Der 20-jährige Haupttäter sitzt seit heute in Untersuchungshaft, sein 31-jähriger Komplize wurde wieder freigelassen.

Seit dem 11. Mai verzeichnet die Polizei vermehrt Strafanzeigen im Zusammenhang mit dem Verkauf falschen Goldschmucks. Die Täter traten allein oder zu zweit bei stationären Juwelieren und Goldschmieden auf und boten Goldschmuck zum Ankauf an. Der Schmuck ähnelte sich in mehreren Fällen sowohl optisch als auch haptisch und bestand erste Prüfungen häufig zunächst als vermeintlich echtes Gold.

In mindestens einem Fall stellte sich nach dem Ankauf jedoch heraus, dass es sich nicht um echten Goldschmuck handelte. Nach Angaben einer Goldschmiedin verfügte die Kette über einen sogenannten „Rhenium-Kern“, wodurch der tatsächliche Materialwert erheblich unter dem gezahlten Ankaufspreis lag.

Aufgrund der Vielzahl ähnlich gelagerter Fälle sowie des wiederkehrenden Auftretens derselben Personen besteht der Verdacht eines gewerbsmäßigen Vorgehens mit dem Ziel, gefälschten Schmuck gewinnbringend zu verkaufen.

Am 21. Mai meldete sich erneut eine Geschädigte aus Jever bei der Polizei. Sie teilte mit, dass ein Mann, der bereits zuvor mutmaßlich falschen Goldschmuck verkauft hatte, erneut ihr Geschäft in der Schlachtstraße aufgesucht hatte, um weiteren Schmuck anzubieten. Durch sofort entsandte Polizisten aus Jever konnten der mutmaßliche 20-jährige Haupttäter sowie ein 31-jähriger Mann in der Nähe vorläufig festgenommen werden.

Während der zweite Beschuldigte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde, wurde der mutmaßliche Haupttäter einem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ das Amtsgericht Jever heute einen Haftbefehl, sodass der Haupttäter in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Die Ermittlungen erfolgen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Die Polizei prüft derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten und bittet weitere Geschädigte oder Zeugen, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461 7449-0 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei rät insbesondere Juwelieren und Goldankäufern, bei ungewöhnlichen Angeboten oder auffälligen Schmuckstücken besondere Vorsicht walten zu lassen und im Zweifel zusätzliche Materialprüfungen vorzunehmen oder die Polizei zu informieren.

» Weitere Polizeimeldungen