Gefälschter Spanierausweis im Fernbus: Bundespolizei entlarvt Algerier an niederländischer Grenze

Symbolfoto/ Foto: Bundespolizei

Mit einem gefälschten Ausweis versuchte ein 26-Jähriger am Montagabend die deutsch-niederländische Grenze zu passieren – doch die Bundespolizei deckte den Betrug auf. Der Mann, bei dem es sich nicht um einen Spanier, sondern um einen Algerier handelte, wurde zurück in die Niederlande geschickt.

Gegen 22:50 Uhr kontrollierten Bundespolizisten den Mann in einem Fernbus an der Kontrollstelle auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30 – im Rahmen der vorläufig wieder eingeführten Binnengrenzkontrollen zu den Niederlanden. Als der 26-Jährige eine spanische Identitätskarte vorlegte, wurden die Beamten misstrauisch.

Und ihr Verdacht bestätigte sich: Bei dem Dokument handelt es sich nach aktuellem Stand der Ermittlungen vermutlich um eine sogenannte Totalfälschung. Das bedeutet, das Papier wurde komplett neu hergestellt – aus möglichst ähnlichen Materialien wie ein echtes Dokument, sodass es dem Original so nah wie möglich kommt. Die Identitätskarte wurde sichergestellt.

Ein Fingerabdruckabgleich brachte die wahre Identität des Mannes ans Licht: Er ist Algerier und war nicht im Besitz der erforderlichen Reisedokumente für den Grenzübertritt. Zudem stellte sich heraus, dass die Justiz Interesse an seinem Aufenthaltsort hat – er wurde von Behörden gesucht.

Den Algerier erwarten nun Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung sowie Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er in die Niederlande zurückgewiesen. Zusätzlich erließ die Bundespolizei ein dreijähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen ihn.

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