Großkontrolle in Sankt Augustin: Polizei vollstreckt Haftbefehl und findet gestohlene Kennzeichen

Behördenleiter Sebastian Schuster an einer Kontrollstelle

Bei einem Sicherheitstag in Sankt Augustin hat die Polizei am Dienstag mehr als 1.800 Personen und Fahrzeuge kontrolliert. Rund 60 Polizistinnen und Polizisten waren acht Stunden lang gemeinsam mit dem Ordnungsamt, der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft und der Bereitschaftspolizei Bonn im Einsatz.

Der schwerste Vorfall: Zivilfahnder entdeckten auf der Johannesstraße einen BMW mit drei Personen, an dem gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Ein 21-jähriger Troisdorfer gab an, das Auto gehöre einem Freund, wollte aber keine weiteren Angaben machen. Die Polizei stellte Fahrzeug und Kennzeichen sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung ein.

Außerdem vollstreckten die Beamtinnen und Beamten einen Haftbefehl gegen einen 40-jährigen Mann, der wegen Verkehrsdelikten gesucht wurde. Nachdem er seine Geldstrafe bezahlt hatte, wurde er wieder freigelassen.

Bei den Kontrollen von mehr als 100 Fahrrad- und E-Scooter-Fahrern fiel ein 16-jähriger Sankt Augustiner auf, der unter Drogeneinfluss mit seinem E-Scooter auf der Arnold-Janssen-Straße unterwegs war. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und er an einen Erziehungsberechtigten übergeben. Zwei weitere Fahrer nutzten während der Fahrt verbotswidrig ihr Mobiltelefon – einer davon konnte nach Zahlung eines Verwarnungsgeldes weiterfahren. Insgesamt ahndete die Polizei rund 20 weitere Verstöße bei Fahrrädern und E-Scootern, darunter die unerlaubte Nutzung von Gehwegen.

Bei der Überwachung des Autoverkehrs an mehreren Kontrollstellen überprüften die Polizistinnen und Polizisten mehr als 340 Personen und Fahrzeuge. Mit Lasermessungen, vor allem im Bereich von Schulen und Kindergärten, stellten sie über 60 Geschwindigkeitsverstöße fest. 20 Autofahrer nutzten während der Fahrt verbotswidrig ihr Mobiltelefon. In allen Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt oder Verwarnungsgelder erhoben.

Bei Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr zusammen mit der RSVG waren 86 von mehr als 1.400 überprüften Fahrgästen ohne gültigen Fahrausweis unterwegs und mussten ein erhöhtes Beförderungsentgelt zahlen. In mehreren Fällen half die Polizei bei der Feststellung der Personalien.

Neben den Kontrollen setzten die Beamtinnen und Beamten auch auf Prävention: In einem Einkaufszentrum an der Rathausallee führten sie Beratungsgespräche zu Einbruchschutz, Diebstahlsprävention und sicherem Umgang mit Pedelecs.

Landrat Sebastian Schuster, Behördenleiter der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis, besuchte persönlich eine Kontrollstelle und betonte die Bedeutung des Schutzes ungeschützter Verkehrsteilnehmer: „Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf einem E-Scooter unterwegs sei, trage im Falle eines Unfalls ein deutlich höheres Verletzungsrisiko.“

Polizeihauptkommissar Pascal Kröger, der den Einsatz leitete, zeigte sich zufrieden: „Der Sicherheitstag hat erneut gezeigt, wie wichtig eine sichtbare Polizeipräsenz und konsequente Kontrollen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sind.“

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