Mit einem sogenannten Schockanruf haben Betrüger am Mittwoch in Haren-Erika eine ältere Frau um eine größere Summe Bargeld gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und gaukelten der Geschädigten vor, ihre Schwiegertochter sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen.
Zwischen etwa 13:30 und 16:00 Uhr gelang es den Betrügern, die Frau davon zu überzeugen, dass sie eine Kaution bezahlen müsse, damit die Schwiegertochter aus dem Gefängnis entlassen werden könne. Ein Mann erschien vor Ort und die Geschädigte übergab ihm zweimal eine größere Summe Bargeld. Anschließend entfernte er sich in unbekannte Richtung.
Der Geldabholer kann folgendermaßen beschrieben werden: etwa 170 Zentimeter groß, zwischen 30 und 40 Jahre alt, dunkle gelockte Haare und dunkle Hautfarbe. Er hielt sich unter anderem im Bereich der Marienstraße auf.
Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu dem beschriebenen Mann machen können oder ihn am 13. Mai 2026 im genannten Zeitraum zu Fuß gehend oder im Zusammenhang mit einem möglicherweise auswärtigen oder ausländischen Kennzeichen versehenen Auto gesehen haben. Auch Hinweise zu möglichen Kameraaufnahmen werden entgegengenommen.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und betont, dass echte Polizeibeamte niemals um Geldbeträge bitten würden. Bürgerinnen und Bürger sollten keine Details zu ihren finanziellen Verhältnissen preisgeben, sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel einfach auflegen. Auf keinen Fall sollte Geld an unbekannte Personen übergeben werden.