Eine 21-jährige Kamerunerin ist am Donnerstagmorgen bei einer Kontrolle am Grenzübergang Weil am Rhein mit falschen Papieren erwischt worden. Die Frau hatte sich mit der Identitätskarte einer anderen Person ausgewiesen – das Dokument war europaweit zur Fahndung ausgeschrieben.
Die Bundespolizei kontrollierte am frühen Morgen gegen 6 Uhr einen Fernreisebus aus Italien an der Autobahn-Grenze. Während der Überprüfung versteckte sich die kamerunische Staatsangehörige auf der Bustoilette, um der Kontrolle zu entgehen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, die Toilette zu verlassen, konnten die Beamten die Frau überprüfen.
Bei der Kontrolle der vorgelegten belgischen Identitätskarte kamen den Polizisten Zweifel, ob es sich wirklich um die abgebildete Person handelte. Eine Überprüfung im Schengener Informationssystem (SIS) bestätigte die Vermutung: Für die Identitätskarte bestand eine europaweite Fahndung.
Die Polizei stellte das gefälschte Dokument sicher und leitete ein Strafverfahren wegen Ausweismissbrauchs und Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ein. Die 21-Jährige wurde in die Schweiz zurückgewiesen.