Kehl: Polizei ermittelt 20-Jährigen nach spektakulärer Flucht durch Fußgängerzone

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Die Polizei in Kehl hat den mutmaßlichen Fahrer des Opel Corsa ermittelt, der sich am Samstagabend (9. Mai) nach einer Kollision mit einem Betonpoller einer Verkehrskontrolle entzog und zu Fuß vom Unfallort flüchtete. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen polizeibekannten 20-Jährigen.

Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, hatte der Heranwachsende wenige Tage vor dem Unfall den Opel Corsa in Karlsbad-Langensteinbach über eine Online-Plattform gekauft und zuvor gestohlene französische Kennzeichen daran befestigt. Bei seiner Flucht vor der Polizei am 9. Mai hatte er zusammen mit seinen Mitfahrern das Fahrzeug in der Kehler Innenstadt zurückgelassen.

Die Beamten kamen dem 20-Jährigen durch im Wageninnern aufgefundene Dokumente und entsprechende Recherchen auf die Spur. Hilfreich war dabei auch das Video eines Zeugen, der den flüchtenden Fahrer nach dem Unfall gefilmt hatte.

Der Vorfall hatte sich am Samstagabend gegen 21:20 Uhr ereignet, als eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Kehl im Stadtgebiet den Kleinwagen mit französischer Zulassung kontrollieren wollte. Der Fahrer entzog sich jedoch der Kontrolle und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit durch die zu diesem Zeitpunkt gut besuchte Fußgängerzone.

Im Bereich des Marktplatzes kollidierte das Fahrzeug mit einem Betonpoller und kam beschädigt zum Stillstand. Die vier mutmaßlich männlichen Insassen ließen das nicht mehr fahrbereite Fahrzeug zurück und setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Sie flohen durch ein nahegelegenes Einkaufszentrum und konnten trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung nicht mehr gefasst werden. Der am zurückgelassenen Auto entstandene Sachschaden wird auf 500 Euro geschätzt.

Den 20-Jährigen erwarten nun Anzeigen wegen illegalem Kraftfahrzeugrennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflicht-Versicherung-Gesetz und Kennzeichendiebstahl als Auslandsstraftat. Die Beamten des Verkehrsdienstes Offenburg haben die Ermittlungen übernommen und suchen weiterhin nach möglichen Geschädigten, die durch den flüchtenden Wagen gefährdet wurden, sowie nach Zeugen, die Angaben zu den flüchtenden Insassen machen können. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0781 21-4200 zu melden.

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