Landkreis Sonneberg: Feldhasen bei Mäharbeiten schwer verletzt – Tierschutzermittlungen

(Symbolbild)

Im Landkreis Sonneberg wurden bei Mäharbeiten auf einer landwirtschaftlichen Fläche mindestens zwei junge Feldhasen so schwer verletzt, dass Polizisten sie aus tierschutzrechtlichen Gründen von ihrem Leiden erlösen mussten. Gegen den verantwortlichen Landwirt wurden Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Die Tiere wurden bei der Mahd erfasst und schwerstverletzt aufgefunden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall vom gestrigen Tag laufen noch.

Die Polizei weist darauf hin, dass während der Mähsaison Wildtiere wie Rehkitze, Bodenbrüter und junge Feldhasen besonders gefährdet sind. Jungtiere verharren bei Gefahr instinktiv regungslos im hohen Gras und sind für Maschinenführer schwer erkennbar. Nach geltendem Recht muss der Bewirtschafter oder Maschinenführer geeignete Schutzmaßnahmen treffen, um vermeidbares Tierleid zu verhindern.

Zu möglichen Schutzmaßnahmen zählen das frühzeitige Absuchen von Flächen, Vergrämungsmaßnahmen, die Abstimmung mit Jagdausübungsberechtigten sowie der Einsatz moderner Technik wie Drohnen mit Wärmebildkameras. Das Mähen ohne angemessene Schutzvorkehrungen kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Gemäß Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes kann das Töten oder erhebliche Verletzen von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

» Weitere Polizeimeldungen