Mecklenburg-Vorpommern kämpft Ende April mit einer dramatisch verschärften Dürresiutation. Der UFZ Dürremonitor zeigt großflächige Bereiche mit außergewöhnlicher Trockenheit, die sich besonders in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Nordosten des Bundeslandes ausbreiten.

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums verdeutlicht ein besorgniserregendes Bild: Weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, erkennbar an den tiefroten Markierungen. Besonders kritisch ist die Situation im östlichen Landesteil sowie in der Region um die Mecklenburgische Seenplatte. Nur vereinzelte Gebiete im Westen und Süden zeigen noch moderate Bodenfeuchtewerte, während der Nordosten fast flächendeckend unter extremer Trockenheit leidet.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die Problematik: In den letzten sieben Tagen fiel kein einziger Tropfen Regen bei Durchschnittstemperaturen von 8,8°C. Die Wettervorhersage bietet wenig Hoffnung – auch in den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten, während die Temperaturen auf bis zu 25,3°C ansteigen werden. Diese Kombination aus anhaltender Trockenheit und steigenden Temperaturen verschärft die Verdunstung zusätzlich und entzieht den Böden weitere Feuchtigkeit.
Für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet diese Entwicklung eine ernste Bedrohung. Die Aussaat von Sommerkulturen wird erschwert, und bereits etablierte Pflanzen leiden unter Wassermangel. Auch die Waldgebiete sind stark gefährdet – die Waldbrandgefahr steigt deutlich an. Die Wasserversorgung könnte in den am stärksten betroffenen Regionen unter Druck geraten, wenn sich die Trockenheit weiter fortsetzt. Naturschutzgebiete und die charakteristischen Seen der Region könnten ebenfalls leiden, da sinkende Wasserspiegel das Ökosystem belasten.
Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.