Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Bulgarien auch unter dem neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew als verlässlichen Unterstützer der Ukraine. Nach einem Treffen mit Radew im Kanzleramt am Montag zeigte sich Merz erfreut über die bulgarische Haltung.
Er sei „froh und dankbar“, dass Bulgarien den Weg des Drucks auf Russland „in europäischer Solidarität mitgehen“ wolle, erklärte der Kanzler. Merz betonte zudem, dass Europa seit dem Antritt der neuen ungarischen Regierung zu einer „neuen Geschlossenheit und Entschlossenheit“ gefunden habe. Dies „wird uns dem Frieden auch ein Stück näher bringen“, fügte er hinzu.
Die positive Bewertung der bulgarischen Position ist bemerkenswert, da Radew als Moskau-nah gilt und sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zur Europäischen Union und deren militärische Unterstützung für die Ukraine geäußert hatte. Seit seinem Wahlsieg im April zeigt sich der bulgarische Ministerpräsident zu diesem Thema jedoch deutlich moderater.