Polizei Braunschweig leitet Strafverfahren wegen Beleidigungen nach Regenbogenflagge ein

(Symbolbild)

Die Polizei Braunschweig hat Strafverfahren gegen mehrere Personen eingeleitet, die in sozialen Medien beleidigende Kommentare zu einer Regenbogenflagge am Polizeigebäude veröffentlicht haben. Am 19. Mai hatte die Polizei anlässlich des Deutschen Diversitätstags eine entsprechende Fahne an der Polizeiliegenschaft in der Friedrich-Voigtländer-Straße gehisst.

Nach einer Darstellung auf polizeieigenen Social-Media-Kanälen kam es zu ehrverletzenden Beleidigungen in den Kommentaren, wodurch Menschen aufgrund von Ansichten, Lebensweisen oder ihrer Weltanschauungen herabgewürdigt wurden. Das zuständige Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Braunschweig hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.

Thomas Bodendiek, Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, bezog klar Stellung: „Mein Verständnis von Demokratie ist ein offener, von Respekt und Toleranz bestimmter Meinungsaustausch, der auch unterschiedliche Sichtweisen zulässt. Die im Zusammenhang mit dem Hissen der Regenbogenflagge auf dem hiesigen Polizeigelände in sozialen Medien teilweise erfolgten Reaktionen sind für mich damit nicht Einklang zu bringen und absolut inakzeptabel.“

Die Polizei betont, dass ein derartiges Verhalten in heutigen Zeiten, wo Toleranz ein Grundpfeiler des Zusammenlebens sein sollte, nicht hinnehmbar sei.

» Weitere Polizeimeldungen