Bei einer Großkontrolle von Lastwagen auf der A1 bei Wildeshausen musste die Polizei am Donnerstag 13 von 38 überprüften Fahrzeugen die Weiterfahrt verbieten. Die Mängel waren teilweise so gravierend, dass akute Unfallgefahr bestand.
14 Polizistinnen und Polizisten der Polizeidirektion Oldenburg kontrollierten von 8.30 bis 15.30 Uhr auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd Fahrzeuge des gewerblichen Güterverkehrs. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern des TÜV Nord. Im Fokus standen Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge.
Um 9.30 Uhr stoppten die Beamten einen ausländischen Sattelzug. Sie entdeckten einen beschädigten Reifen am Sattelauflieger und einen hinteren Unterfahrschutz, der bereits gerissen war und jederzeit hätte abfallen können. Gemeinsam mit dem TÜV Nord stuften sie die Mängel als erheblich ein. Das Fahrzeug wurde in eine Werkstatt begleitet und darf erst nach allen Reparaturen weiterfahren.
Eine Stunde später geriet ein Lkw mit Anhänger ins Visier, der vom Landkreis Cloppenburg nach Stuhr unterwegs war. Der mit Bürocontainern beladene Lastwagen hatte zwei erheblich beschädigte Reifen. Außerdem fehlten an den „Twistlocks“ zur Ladungssicherung sämtliche Sicherungseinrichtungen – die Container hätten sich während der Fahrt lösen und herunterfallen können. Erst nach umfangreicher Mängelbeseitigung durfte der Fahrer weiterfahren.
Um 11.30 Uhr kontrollierten die Beamten einen Sattelzug, der 18 Tonnen Tapeten von Deutschland nach Dänemark transportierte. Eine Polizistin entdeckte einen Riss in einer Bremsscheibe des Sattelaufliegers. Bei der ausführlichen Kontrolle in der nahegelegenen TÜV-Prüfstation stellten die Experten weitere Mängel am Unterfahrschutz fest. Eine Überprüfung auf dem Bremsenprüfstand ergab, dass die Mindestabbremsung nicht erreicht wurde. Die gefährlichen Mängel stellten eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung dar. Der Sattelzug wurde in eine Werkstatt gefahren.
Kurz darauf kontrollierten die Polizisten einen deutschen Sattelzug, der unterwegs war, um Kartoffeln zu laden. Sie stellten einen Riss am Hauptrahmen des Sattelaufliegers fest. In der TÜV-Prüfstation entdeckten Mitarbeiter, dass die Achskörper an zwei Achsen gebrochen waren. Zusätzlich wurden Mängel an den Reifen festgestellt. Der Sattelauflieger wurde als verkehrsunsicher eingestuft, da die Mängel unmittelbar zu einer Verkehrsgefährdung hätten führen können. Auch hier ist eine Weiterfahrt erst nach umfangreicher Reparatur möglich.
Gegen alle Fahrzeugverantwortlichen leitete die Polizei Bußgeldverfahren ein.