Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (#IDAHOBIT2026) am 17. Mai verstärkt das Polizeipräsidium Westhessen seinen Kampf gegen Diskriminierung aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität. Die Polizei ermutigt Betroffene ausdrücklich, Vorfälle zur Anzeige zu bringen und setzt dabei auf spezialisierte LSBT*IQ-Ansprechpersonen.
„Viele Betroffene haben noch immer Hemmungen, sich an uns als Polizei zu wenden. Das wollen wir ändern. Wir sind für die gesamte Gesellschaft da. Ein respektvolles Miteinander muss für alle Lebensrealität sein – egal ob queer oder hetero“, erklärt Polizeihauptkommissar Florian Meerheim, der das Amt seit 2010 ausübt. „Queerfeindlichkeit hat bei uns das ganze Jahr über keinen Platz, nicht nur am IDAHOBIT.“
Für den Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen – das sind die Landkreise Hochtaunus, Limburg-Weilburg, Main-Taunus, Rheingau-Taunus und die Landeshauptstadt Wiesbaden – haben aktuell drei Beamte das Nebenamt der LSBT*IQ-Ansprechpersonen übernommen: Polizeioberkommissarin Victoria Willich, Wachpolizist Alexandro Klimpel und Polizeihauptkommissar Florian Meerheim. Bereits seit 2010 gibt es in Hessen nebenamtliche LSBT*IQ-Ansprechpersonen bei der Polizei, die Aufklärungsarbeit leisten, Opfer von Hasskriminalität unterstützen und Brücken zu lokalen queeren Netzwerken bauen.
Zum IDAHOBIT finden mehrere Aktionen statt: Am 15. Mai um 9 Uhr wird am Rathaus der Kreisstadt Hofheim am Taunus eine Regenbogenflagge durch die Stadt und den Verein Colorful e.V. gehisst. Um 11 Uhr folgt die Flaggenhissung vor dem Rathaus in Schwalbach am Taunus. Die Ansprechpersonen der Polizei werden an beiden Terminen teilnehmen.
Eine besondere Neuerung ist die gemeinsame Sprechstunde im Rahmen des „Queeren Sommers“ am 20. Mai 2026 von 16 bis 19 Uhr im Wiesbadener Rathaus (Raum 018). Hier bieten die LSBT*IQ-Koordinierungsstelle der Stadt, der Verein VelsPol Hessen e.V. und die queeren Ansprechpersonen des Polizeipräsidiums gemeinsam Beratung für die queere Community an. Fragen zu Sicherheit, Anzeigenerstattung oder lokalen Hilfsangeboten können ohne vorherige Terminvereinbarung besprochen werden.
Die nebenamtlichen LSBT*IQ-Ansprechpersonen sind innerhalb der üblichen Bürozeiten unter der zentralen Rufnummer (0611) 345-1516 oder per E-Mail an rainbow.ppwh@polizei.hessen.de erreichbar. Die Polizei ist mit Infoständen auf allen CSD-Veranstaltungen in ihrem Präsidiumsbereich vertreten.