Reutlingen: Sicherheitsdienst setzt Pfefferspray ein – Wohnungsbrand mit 400.000 Euro Schaden

(Symbolbild)

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Kunden und einem Sicherheitsmitarbeiter ist am Freitagabend in der Reutlinger Innenstadt Pfefferspray eingesetzt worden. Gegen 20.45 Uhr geriet in einem Ladengeschäft in der Bahnhofstraße zunächst ein 39 Jahre alter Kunde mit einer 31 Jahre alten Kundin in verbalen Streit. Ein 27-jähriger Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkte das Streitgespräch und forderte den Mann auf, das Geschäft zu verlassen.

Als der 39-Jährige dieser Aufforderung nicht nachkam, entwickelte sich ein Handgemenge zwischen beiden Männern. Der Sicherheitsmitarbeiter sprühte dem Kunden Pfefferspray ins Gesicht und stieß ihn aus dem Ladengeschäft. Der 39-Jährige stürzte die vor dem Geschäft befindlichen Treppenstufen hinab und erlitt dabei leichte Verletzungen. Die eintreffenden Polizisten trennten die beiden Beteiligten. Das Polizeirevier Reutlingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Esslingen-Hegensberg rückte am Freitagnachmittag die Feuerwehr zu einem Balkonbrand in der Haldenstraße aus. Gegen 14.50 Uhr geriet auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses ein Elektrogrill in Vollbrand. Anwohner verständigten die Feuerwehr und verließen unverletzt das Gebäude. Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort und löschte den Brand. An der Gebäudefassade entstand ein Sachschaden von etwa 1.000 Euro.

Zu einem weiteren schweren Brand kam es am Freitagabend gegen 21.45 Uhr in der Esslinger Schelztorstraße. In einem Mehrfamilienhaus brannte eine Wohnung im Bereich eines Stromverteilerkastens. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet. Die Brandwohnung sowie weitere Wohnungen auf dem betroffenen Stockwerk und darüber waren zeitweise nicht mehr bewohnbar. Ein 35-jähriger Hausbewohner erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in eine Klinik gebracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf schätzungsweise 400.000 Euro. Die Feuerwehr war mit 26 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort, der Rettungsdienst mit zwei Einsatzkräften und einem Fahrzeug.

Bei einer Trunkenheitsfahrt in Neckarhausen musste ein 47-Jähriger am Freitagabend seinen Führerschein abgeben. Gegen 21.30 Uhr meldete ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer die auffällige Fahrweise eines Skoda Octavia auf der Nürtinger Straße. Als der Fahrer eine Verkehrsinsel überfuhr und anhalten musste, stellte der Zeuge ihn zur Rede und bemerkte starken Alkoholgeruch. Er verhinderte die Weiterfahrt bis zum Eintreffen der Polizei. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 47-jährigen Skoda-Fahrer einen vorläufigen Wert von fast drei Promille. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben und seinen Führerschein abgeben.

In Bissingen an der Teck ereignete sich am Freitagnachmittag gegen 13.40 Uhr ein spektakulärer Traktorunfall. Ein 74-jähriger Fahrer hielt mit seinem Ford-Traktor auf einer am Hang befindlichen Streuobstwiese in Verlängerung des Stuberwegs an und stieg ab, um den Überrollbügel einzuklappen. Dabei setzte sich der Traktor in Bewegung und rollte mehrere hundert Meter über die Wiese bergab, bevor er eine Böschung hinabfuhr und schließlich in einem Waldstück zur Endlage kam. Durch die erheblichen Beschädigungen geriet das Fahrzeug in Brand. Die Feuerwehr löschte den Brand mit zwei Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften in dem unwegsamen Gelände. Der ausgebrannte Traktor wurde anschließend durch den Besitzer geborgen. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Euro.

In Wernau kam am frühen Samstagmorgen gegen 01.40 Uhr ein alkoholisierter 21-jähriger Autofahrer mit seinem VW Polo von der Fahrbahn ab. Auf einem geraden Straßenabschnitt der Esslinger Straße in Richtung Plochingen kam er plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab, querte den Geh- und Radweg und fuhr sich im Grünstreifen fest. Sachschaden entstand dabei nicht. Der 21-Jährige entfernte sich zunächst zu Fuß, konnte aber kurze Zeit später von einer Polizeistreife angetroffen werden, die nach einem Zeugenhinweis zur Unfallstelle gefahren war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von deutlich über zwei Promille, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde.

Gleich zwei Seniorinnen wurden am Freitag Opfer dreister Telefonbetrüger. Am Nachmittag übergab eine Dame aus Mössingen Bargeld und Wertgegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro an einen Abholer. Die Kriminellen hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und ihr vorgegaukelt, dass ihre Enkelin einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und sie zur Freilassung eine Kaution bezahlen müsse. Unmittelbar nach der Übergabe bemerkte die Geschädigte den Betrug und verständigte die Polizei.

In den Abendstunden wurde eine weitere Seniorin aus Ammerbuch mit einer ähnlichen Geschichte betrogen. Auch sie übergab mehrere zehntausend Euro Bargeld und Wertgegenstände an einen Abholer, nachdem ihr wahrheitswidrig erzählt worden war, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und sie eine Kaution bezahlen müsse, um eine Haftstrafe abzuwenden. Erst später bemerkte sie den Betrug.

Bei einem Verkehrsunfall in der Tübinger Werkstraße entfernte sich am Freitagabend gegen 23.45 Uhr der Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Zeugen beobachteten, wie ein schwarzer Volvo SUV beim Rückwärtsfahren einen am Fahrbahnrand geparkten Opel Astra beschädigte. Mehrere Zeugen gaben an, dass sie den Fahrer zuvor beobachtet hatten, wie er mutmaßlich betrunken in sein Fahrzeug eingestiegen und losgefahren war. Das verlassene Fahrzeug wurde in der Nähe gefunden. Der 37 Jahre alte Unfallverursacher konnte merklich alkoholisiert in Rottenburg am Neckar angetroffen werden. Ein vorläufiger Atemalkoholtest ergab einen Wert von etwa zwei Promille. Er wurde zur Blutentnahme auf das Polizeirevier Rottenburg gebracht, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 11.000 Euro.

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