Am 22. April gegen 15:00 Uhr wurde eine achtjährige Schülerin auf ihrem Nachhauseweg im Bereich Schortens/Jever von einem unbekannten Mann aus einem schwarzen Pkw heraus angesprochen. Das Kind entfernte sich nach eigenen Angaben sofort von der Örtlichkeit und suchte einen Angehörigen auf. Die Eltern meldeten den Vorfall anschließend der Polizei.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler beschränkte sich der Vorfall auf das Ansprechen aus dem Fahrzeug heraus. Zu einem weiteren Kontakt zwischen dem Kind und dem Unbekannten kam es nicht.
Die Polizei Wilhelmshaven/Friesland nimmt entsprechende Hinweise und die damit verbundenen Sorgen und Ängste sehr ernst. Bei derartigen Meldungen geht die Behörde mit der notwendigen Sensibilität und Professionalität vor. Eingehende Meldungen werden unverzüglich geprüft und an die zuständigen Einsatz- und Streifendienste weitergegeben.
Die polizeilichen Maßnahmen erfolgen sowohl sichtbar durch Funkstreifenwagen als auch verdeckt mit zivilen Fahrzeugen. Nur weil keine Polizei unmittelbar wahrnehmbar ist, bedeute dies nicht, dass keine Maßnahmen getroffen wurden oder keine Präsenz bestehe, so die Beamten.
In sozialen Netzwerken werden derzeit vermehrt Hinweise und Warnmeldungen zu ähnlichen Sachverhalten verbreitet. Die Polizei weist darauf hin, dass solche Beiträge häufig geteilt und dabei inhaltlich zugespitzt oder verändert werden. Dies kann zu einer erheblichen Verunsicherung in der Bevölkerung führen.
Erfahrungsgemäß komme es regelmäßig zu entsprechenden Meldungen, die sich jedoch nur in den seltensten Fällen als tatsächliche Gefährdung bestätigen, teilt die Polizei mit. Es sei grundsätzlich richtig und wichtig, aufmerksam zu sein und Kinder für derartige Situationen zu sensibilisieren. Eine unreflektierte Weiterverbreitung von nicht bestätigten Informationen trage jedoch nicht zur Aufklärung bei.
Gleichzeitig bittet die Polizei um Verständnis, dass sie sich nicht an Spekulationen beteiligt. Im Vordergrund stehe eine sachliche und sorgfältige Prüfung aller Hinweise.