In mehreren niedersächsischen Bahnhöfen haben Unbekannte in den vergangenen Monaten wiederholt Fahrausweisautomaten gesprengt. Betroffen sind die Regionen Salzgitter, Helmstedt, Goslar, Hildesheim sowie Wolfenbüttel. Die Taten ereigneten sich bisher überwiegend in den späten Nacht- und frühen Morgenstunden.
Die Täter verwenden dabei erhebliche Sprengstoffmittel und handeln unberechenbar. Neben erheblichen Sachschäden entsteht dadurch auch eine konkrete Gefährdung für unbeteiligte Personen. Bei den Sprengungen werden in der Regel schwere Straftaten begangen – durch den Einsatz von Sprengstoff entstehen erhebliche Schäden und die Täter begehen Diebstähle.
Die Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen und die Bundespolizeidirektion Hannover haben gemeinsam die Ermittlungen aufgenommen und verstärken punktuell ihre Überwachungsmaßnahmen. Gleichzeitig bitten die Behörden die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Taten.
Bürger sollen insbesondere nachts im Bereich von Bahnhöfen auf verdächtige Personen, Fahrzeuge oder ungewöhnliche Aktivitäten achten. Entsprechende Beobachtungen sind umgehend über den Notruf 110 zu melden. Dabei sollten nach Möglichkeit Details wie Kennzeichen von Fahrzeugen, Fahrzeugtyp, Farbe oder besondere Merkmale, Anzahl und Beschreibung von Personen wie Kleidung und Größe sowie die Fluchtrichtung eingeprägt werden.
Bei ungewöhnlichen Knallgeräuschen in der Nähe von Bahnhöfen sollen Zeugen aufmerksam reagieren und sofort über den Notruf 110 die Polizei verständigen. Wichtig dabei: Bürger sollen sich nicht selbst in Gefahr bringen und ausreichend Abstand zum Ereignisort halten. Jeder Hinweis kann für die weiteren Ermittlungen entscheidend sein, um die Straftaten aufzuklären und weitere Schäden zu verhindern.