Singen verhängt Allgemeinverfügung gegen Tuning-Treffen – Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

(Symbolbild)

Die Stadt Singen hat eine Allgemeinverfügung gegen Treffen der Tuning- und Poserszene erlassen. Ansammlungen von mehr als fünf entsprechenden Fahrzeugen im Stadtgebiet sind verboten – bei Verstößen drohen Bußgelder bis hin zur Beschlagnahme der Fahrzeuge.

Hintergrund der Maßnahme ist ein Treffen am vergangenen Freitag, bei dem sich rund 300 getunte Fahrzeuge sowie Schaue in Singen versammelt hatten. Die Fahrzeuge kamen aus den umliegenden Landkreisen, aber auch aus der Schweiz und Liechtenstein. Einzelne Teilnehmer fielen bereits negativ auf.

Über soziale Medien wurde erneut zu einem Treffen an diesem Freitag in Singen aufgerufen. Da bei solchen Treffen erfahrungsgemäß einige Autoliebhaber ihre Fahrzeuge auf unzulässige Weise getunt haben, reagierte die Stadt mit der Verfügung. Zur Kontrolle setzt sie auch Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes ein.

Das Polizeirevier Singen und die Verkehrsdienste Zimmern und Mühlhausen-Ehingen werden an diesem Tag und an den nächsten Wochenenden verstärkt kontrollieren. Dabei unterstützen besonders geschulte Kolleginnen und Kollegen im Bereich Tuning. Die Polizei will die Verkehrssicherheit veränderter Autos überprüfen und die Einhaltung der Allgemeinverfügung kontrollieren.

Die Polizei betont, dass es nicht darum gehe, den Spaß am Tuning zu nehmen. Verbotene Veränderungen könnten jedoch lebensgefährlich sein. Zudem sei der Stolz auf das Fahrzeug kein Freifahrtschein für Lärmbelästigungen, überhöhte Geschwindigkeiten und gefährliche Fahrmanöver.

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