Telefonbetrüger erbeuten Zehntausende Euro im Kreis Paderborn – Opfer auf Russisch angelogen

(Symbolbild)

Zwei Senioren aus dem Kreis Paderborn sind am Mittwoch, 22. April, Telefonbetrügern zum Opfer gefallen. Ein 83-Jähriger und eine 92-Jährige übergaben den Tätern eine niedrige fünfstellige beziehungsweise eine niedrige vierstellige Geldsumme an ihrer Haustür.

Die Betrüger gingen nach einem bekannten Schema vor: Angebliche Polizeibeamte riefen die Senioren in russischer Sprache an und erzählten ihnen von einem Unfall eines Familienangehörigen. Um eine Gefängnisstrafe zu verhindern oder eine Operation zu bezahlen, benötigten sie dringend Geld. In einigen Fällen meldeten sich auch falsche Bankmitarbeiter bei den Opfern und behaupteten, Wertgegenstände müssten sichergestellt werden.

Beide Senioren vereinbarten daraufhin Übergabetermine mit einem Abholer bei sich zu Hause. Der Mann war etwa 25 bis 30 Jahre alt, schwarz gekleidet und offenbar osteuropäischer Herkunft. Auch er sprach russisch mit den Opfern. Erst als die Betrogenen später mit ihren Angehörigen über die Vorfälle sprachen, flog der Betrug auf und sie erstatteten Anzeige.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Abholer oder einem möglichen Fluchtfahrzeug geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05251 306-0 entgegen.

Die Polizei Paderborn warnt mit ihrer Kampagne „Geschockt am Telefon? Auflegen!“ vor dieser Betrugsmasche. Die Beamten raten, sofort aufzulegen und keine Gespräche mit den gut geschulten Betrügern zu führen. Diese können ihre Geschichten glaubwürdig erscheinen lassen und einen Schockeffekt erzeugen. Echte Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte oder Banken fragen niemals am Telefon nach Geld oder Wertgegenständen. Wer solche Anrufe erhält, sollte bei Angehörigen über bekannte Nummern nachfragen und die Polizei informieren.

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