Trunkenheitskontrollen in Lüneburg: 30-Jähriger greift Polizisten an und flieht – 16 berauschte Fahrer erwischt

Kontrollstelle im Zuständigkeitsbereich der PI Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

Bei einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle zur Fahrtüchtigkeit im Bereich der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen hat ein 30-jähriger Autofahrer am Montag, 27. April 2026, Polizeibeamte tätlich angegriffen und anschließend die Flucht ergriffen. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 106 Fahrzeuge und 115 Personen – bei 16 Fahrzeugführenden ergaben sich Hinweise auf Alkohol oder andere berauschende Mittel.

Die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Lüneburg führte die Kontrollen sowohl stationär als auch mobil im fließenden Verkehr durch. Schon auf der Anfahrt zu den Kontrollstellen fielen die Beamten auf einen Fahrzeugführer auf, der bei freiwilligen koordinativen Bewegungstests körperliche Ausfallerscheinungen zeigte. Ein Urintest reagierte positiv auf THC. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt und leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Zwischenzeitlich unterstützten die Einsatzkräfte für mehrere Stunden die Maßnahmen rund um eine Bombendrohung an der Integrierten Gesamtschule Kaltenmoor.

In den frühen Abendstunden kontrollierten Beamte eines mobilen Einsatzteams im Stadtgebiet von Lüneburg einen 30-jährigen Autofahrer und maßen bei ihm einen Atemalkoholwert von 1,11 Promille. Noch bevor die Polizisten ihn zur Dienststelle zur Blutentnahme transportieren konnten, versuchte der Mann, aus einer im Fahrzeug befindlichen Dose zu trinken – offenbar um seinen Alkoholpegel zu beeinflussen. Als die Beamten dies unterbanden, griff er sie körperlich an. Ein 25-jähriger Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt, blieb aber weiterhin dienstfähig. Weitere Angriffe auf eine Polizeibeamtin konnten abgewehrt werden.

Der 30-Jährige floh daraufhin zu Fuß. Nach etwa einer Stunde spürten Streifenwagen ihn in der Nähe seines Fahrzeugs auf. Als er erneut die Flucht versuchte, holten ihn die Beamten ein. Anschließend wurde er zur Dienststelle gebracht, wo eine Blutprobe entnommen wurde.

Die stationären Kontrollen wurden zeitweise von Mitarbeitenden der Führerscheinstelle des Landkreises Lüneburg sowie einer Vertreterin der Staatsanwaltschaft Lüneburg unterstützt. Die Polizeidirektion Lüneburg wertet die festgestellten Verstöße als Beleg dafür, dass solche Kontrollen notwendig sind, und will alkohol- und drogenbedingte Gefahren im Straßenverkehr konsequent reduzieren.

» Weitere Polizeimeldungen