Bei einer Verfolgungsfahrt am Dienstag, 21. April 2026, in Gelsenkirchen sind ein Polizist und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes von einem flüchtigen Autofahrer angegriffen und verletzt worden. Der 32-jährige Fahrer ohne festen Wohnsitz in Deutschland hatte zunächst eine Verkehrskontrolle ignoriert und war mit seinem Wagen durch die Innenstadt gerast, bevor er in zwei Krankenhäusern Einsatzkräfte attackierte.
Die Polizei wollte gegen 11 Uhr ein Fahrzeug an der Polsumer Straße in Hassel im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle anhalten. Der Fahrer missachtete jedoch die Anhaltesignale und flüchtete über innerstädtische Straßen. Dabei fuhr er an einer roten Ampel über den Gehweg, um einem Rückstau auszuweichen, und touchierte an der Marler Straße ein wartendes Fahrzeug.
Seine Flucht setzte der Mann über die Marler Straße fort, wo er beim erneuten Befahren des Gehwegs offenbar die Kontrolle über das Auto verlor. Er kollidierte zunächst mit einem geparkten Auto und dann mit einer Hauswand, wodurch hoher Sachschaden entstand. Insgesamt wurden bei der Verfolgungsfahrt drei Autos beschädigt.
Der 32-jährige Fahrer und sein 31 Jahre alter Beifahrer aus Gelsenkirchen flüchteten zunächst zu Fuß von der Unfallstelle, konnten aber von nacheilenden Polizeibeamten eingeholt und festgehalten werden. Der 32-Jährige leistete massiv Widerstand, schlug und trat nach einem Polizisten. Die Beamten setzten daraufhin ein Distanzelektroimpulsgerät und Pfefferspray ein. Ein Polizist wurde durch den tätlichen Angriff verletzt, zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und war nicht mehr dienstfähig.
Beide Männer wurden vorläufig festgenommen. Der 31-jährige Beifahrer konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Wache wieder verlassen. Der 32 Jahre alte Fahrer wurde unter Verdacht des Einflusses berauschender Substanzen zur Entnahme einer Blutprobe in ein Krankenhaus gebracht.
Auch dort zeigte sich der Mann weiter uneinsichtig und versuchte zu flüchten. Als sich ihm ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes in den Weg stellte, schubste und trat der Angreifer den Sanitäter. Polizeibeamte setzten erneut das Distanzelektroimpulsgerät ein, um weitere Übergriffe zu unterbinden. Der Rettungsdienstmitarbeiter wurde durch den Angriff schwer verletzt.
Gegen den 32-Jährigen leitete die Polizei mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Widerstands und tätlichen Angriffs sowie Körperverletzung. Zudem war er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Bei der Überprüfung des Fluchtwagens stellte sich heraus, dass die angebrachten Kennzeichen nach einem Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben waren. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und abgeschleppt.