Die Polizei Köln warnt aktuell vor einer Welle von Betrugsanrufen, die sich vor allem gegen ältere Menschen in Leverkusen richtet. Allein am Montag, dem 27. April, registrierte die Kriminalpolizei mehr als zehn Fälle, in denen Unbekannte versuchten, sich als Polizeibeamte auszugeben und ihre Opfer um ihr Erspartes zu bringen.
Die Masche ist immer ähnlich: Die Anrufer behaupten, Geld oder Wertsachen der angerufenen Person seien in Gefahr, erschleichen sich so deren Vertrauen und versuchen, an Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu kommen. In allen bislang bekannten Fällen reagierten die Angerufenen besonnen – es blieb jeweils beim Versuch.
Besonders anschaulich zeigt ein konkreter Fall aus Leverkusen-Manfort, wie die Täter vorgehen: Eine 73-jährige Seniorin erhielt am Montagmittag den Anruf eines unbekannten Mannes, der sich als Polizist vorstellte. Er behauptete, in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft habe es einen Einbruch gegeben und ihm liege eine Liste mit möglichen weiteren Tatorten vor – auf der auch ihr Name stehe. Damit wollte er die Frau gezielt verunsichern. Die Seniorin ließ sich jedoch nicht täuschen: Sie teilte dem Anrufer mit, die Polizei verständigen zu wollen, und legte auf.
Die Kriminalprävention gibt in diesem Zusammenhang klare Hinweise: Nennen Sie am Telefon keine Details zu Ihrem Vermögen oder Ihren Konten. Die echte Polizei fragt niemals telefonisch nach Geld oder Wertsachen. Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte umgehend den Notruf 110 wählen. Weitere Tipps zum Thema gibt die Polizeiliche Kriminalprävention unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/